Am 31. März und 1. April nahmen die Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarstufe Sins an einer Politiksimulation im Bundeshaus in Bern teil. Neben einer weiteren Klasse aus dem Kanton Aargau waren eine Tessiner Klasse und Schülerinnen und Schüler aus St. Gallen ...
Am 31. März und 1. April nahmen die Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarstufe Sins an einer Politiksimulation im Bundeshaus in Bern teil. Neben einer weiteren Klasse aus dem Kanton Aargau waren eine Tessiner Klasse und Schülerinnen und Schüler aus St. Gallen vertreten. Sie alle brachten ihre eigene Initiative mit.
Die Sinser S3b von Klassenlehrerin Aline Bühler in Begleitung von Doris Zech lancierte die Initiative «Für eine psychisch gesunde Jugend in der Schweiz» und wollten den niederschwelligen und kostenlosen Zugang zu psychologischer Unterstützung für Kinder und Jugendliche an Schulen ausbauen. Aus Berikon (AG) kam das Anliegen, kostenlose Hygieneprodukte für alle anzubieten. Die Klasse aus Oberuzwil (SG) nahm die E-Mobilität für alle ab 14 Jahren in den Fokus, und die Jugendlichen aus Mendrisio (TI) verlangten eine Kostenübernahme von 50 Prozent für den ÖV für Jugendliche in Ausbildung. Die Initiativen wurden, wie im echten Politalltag, in Kommissionen und Fraktionen einen Tag lang diskutiert und als Höhepunkt am Mittwoch im Nationalratssaal debattiert.
Die Eltern konnten die Debatte von der Tribüne aus verfolgen. Zuvor kamen alle Schülerinnen und Schüler in den Genuss einer Führung durch das Bundeshaus. In der dreistündigen Debatte im Nationalratssaal verhielten sich die Jugendlichen vorbildlich. Sie hörten einander aufmerksam zu, waren konzentriert und standen den echten Parlamentariern in nichts nach. Umso schöner, dass die Initiative aus Sins auch bei den anderen drei Klassen Zustimmung auslöste.
Klasse S3b
Aussagen von Schülerinnen
«Das Planspiel hat sich sehr echt angefühlt. Die Rolle der Bundesrätin wurde von der Nationalrätin Delphine Klopfenstein Broggini gespielt, es hatte Zuschauer, und unsere Reden wurden simultan übersetzt. Ich fühlte mich wie eine richtige Nationalrätin.»
Julie Rittmeyer
«Mein Highlight war das Erleben des Bundeshauses. Es ist ein imposantes Gebäude mit viel Liebe zum Detail. Schön, öffnete das Bundeshaus die Türen für uns Schülerinnen und Schüler.»
Leonie Arnold
Das Planspiel «SpielPolitik!» will die politische Bildung der Schüler handlungsnah und vor Ort des nationalen politischen Geschehens fördern. Der Verein «Schulen nach Bern», unterstützt vom Zentrum Demokratie und der Fachhochschule Nordwestschweiz, setzt mit dem Plan- und Simulationsspiel genau hier an. Am Planspiel nehmen jeweils vier Klassen aus je zwei verschiedenen Sprachregionen der Schweiz teil. Die Klassen des 8. und 9. Schuljahres bereiten sich in ihren Schulhäusern während einem Semester auf die Projekttage vor, indem sie ein Staatskundelehrmittel durcharbeiten. Gleichzeitig formulieren sie ein ihnen wichtiges politisches Anliegen als Volksinitiative und reichen es bei der Spielleitung von «SpielPolitik!» ein. Vor der Exkursion nach Bern erarbeiten die Schüler Argumente für ihre eigene Initiative, sammeln Unterschriften und gründen eine eigene Partei. Sie sichten die Antwort des Bundesrats zur eigenen Initiative und nehmen die Initiativen der anderen Klassen zur Kenntnis. Höhepunkt bilden die zweitägige Debatte in Bern und die Beschlussfassung im Nationalratssaal.