Gegen die geplante Änderung des Gestaltungsplans «Steinmatt» in Beinwil sind drei Einwendungen eingegangen. Diese betreffen unter anderem die vorgesehene Erschliessung des neuen Wohngebiets «Chriesimatt».
RAHEL HEGGLIN
Der bestehende ...
Gegen die geplante Änderung des Gestaltungsplans «Steinmatt» in Beinwil sind drei Einwendungen eingegangen. Diese betreffen unter anderem die vorgesehene Erschliessung des neuen Wohngebiets «Chriesimatt».
RAHEL HEGGLIN
Der bestehende Gestaltungsplan Steinmatt regelt die Entwicklung des Gebiets im Bereich Chriesimatt und Kirchfeld. Neben Wohnbauten gehören dazu auch Erschliessungen, Fusswege und Freiräume. Beim aktuellen Verfahren geht es nicht um einen völlig neuen Gestaltungsplan, sondern um die Änderung eines bereits genehmigten Projekts. Ursprünglich waren auf den betroffenen Parzellen zwei Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Diese waren im bestehenden Gestaltungsplan bereits bewilligt. Nun möchten die Bauherrschaften anstelle dieser beiden Mehrfamilienhäuser vier Einfamilienhäuser realisieren. Genau diese Änderung führt nun zu Diskussionen im Quartier.
Sorge wegen zusätzlichem Verkehr
Die ursprünglich geplanten Mehrfamilienhäuser wären über eine Tiefgarage erschlossen worden. Die Zufahrt hätte von der Kantonsstrasse beziehungsweise vom Bereich Mitteldorf her erfolgen sollen.
Zum Inhalt der Einwendungen äussert sich die Gemeinde derzeit nur zurückhaltend, da das Verfahren noch läuft und die Eingaben vertraulich behandelt werden. Die Einwendungen betreffen unter anderem die vorgesehene Erschliessung der geplanten Einfamilienhäuser über das bestehende Quartier Chriesimatt. Im Unterschied zur ursprünglichen Planung mit einer Erschliessung über eine Tiefgarage von der Kantonsstrasse her soll die Zufahrt zu den neu vorgesehenen Einfamilienhäusern über die bestehende Quartierstrasse erfolgen. Dafür wäre eine Verlängerung der bestehenden Strasse notwendig. Die Änderung führt zu einer angepassten Verkehrsführung innerhalb des Quartiers. Weitere Aussagen zum Inhalt der Einwendungen macht die Gemeinde derzeit nicht.
Fussweg wird angepasst
Neben der Erschliessung wird auch ein Fussweg leicht angepasst. Dieser Weg war bereits im ursprünglichen Gestaltungsplan vorgesehen und soll künftig vom Gebiet Kirchfeld beziehungsweise Steinmatt über den offengelegten Bach ins Dorf führen. Die Linienführung wird laut Sibylle Hochstrasser, Gemeindeschreiberin, nun leicht verändert: «Der Fussweg gilt als wichtiger Bestandteil der Quartierverbindung und soll das neue Wohngebiet für den Langsamverkehr besser an das Dorfzentrum anbinden.»
Einwendungsverfahren
Der Gemeinderat wird die Einwendungen Anfang Juni formell zur Kenntnis nehmen. Anschliessend erhält die Projektverfasserin Gelegenheit, Stellung zu beziehen. Danach folgen sogenannte Einwendungsverhandlungen, bei denen die Beteiligten ihre Anliegen nochmals darlegen können. Laut Hochstrasser rechnet die Gemeinde im Verlauf des Augusts mit diesen Gesprächen. Wie lange das weitere Verfahren dauern wird, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen.
Baustart nicht vor 2027
Mit einem raschen Baustart ist also nicht zu rechnen. Selbst wenn die Änderung des Gestaltungsplans genehmigt wird, muss anschliessend noch ein ordentliches Baugesuch für die Einfamilienhäuser eingereicht werden, welches wieder öffentlich aufgelegt werden muss. Hochstrasser geht deshalb davon aus, dass die Einfamilienhäuser frühestens im Jahr 2027 realisiert werden könnten.