Die Seilzieh-Jugend überzeugte am GENSB-Turnier
04.09.2026 SinsBereits am letzten Mittwoch war ersichtlich, was am Wochenende auf der Wiese bei der Küfermatt laufen wird. Am Freitag und Samstag wurde gezogen, am Sonntag wieder aufgeräumt. Der Einsatz der Clubmitglieder war enorm.
IRIS CAGLIONI
Verschwitzt, ...
Bereits am letzten Mittwoch war ersichtlich, was am Wochenende auf der Wiese bei der Küfermatt laufen wird. Am Freitag und Samstag wurde gezogen, am Sonntag wieder aufgeräumt. Der Einsatz der Clubmitglieder war enorm.
IRIS CAGLIONI
Verschwitzt, energiegeladen, mit Harz an den Händen, mit kufenlosen Schlittschuhen an den Füssen und mit ganz viel Rückhalt durch den eigenen Verein: So sahen die U19-Seilzieher des Sinser Seilziehclubs aus nach den ersten Begegnungen am GENSB-Turnier am vergangenen Samstag.
Das grösste internationale Jugendturnier seiner Art wurde dieses Jahr in Sins ausgetragen. Der Turniername GENSB bedeutet: in den Ländern Germany, England, Niederlanden, Schweiz und Belgien findet dieses Turnier abwechselnd statt. Letztmals in der Schweiz wurde es 2016 in Stans ausgetragen. Die Ausgabe 2020/2021 musste wegen Corona gestrichen werden. Dieses Jahr nahmen insgesamt 44 Teams aus aller Herren Länder teil. Die am weitesten Gereisten kamen aus Kanada.
Eine organisatorische Herausforderung
«Pro Kind darf das Turnier nur 95 Euro kosten, damit möglichst viele auch teilnehmen können. Mit diesem Betrag muss die Verpflegung und die Herberge für zwei Nächte beglichen werden», teilte Melanie Villiger vom Sinser Seilziehclub mit. Als Unterkünfte dienten die Zivilschutzanlagen in Sins und Auw sowie die Turnhalle Letten. Verpflegt wurden sie in der Ammannsmatthalle. «Die Schlafgelegenheiten waren einfach und der Jodlerklub Heimelig hat wieder grossartig für die angereisten Teams gekocht. Das sehr schmale Budget konnte dank dieser Möglichkeiten sowie dem grossen Einsatz unserer Vereinsmitglieder und der vielen Helfer eingehalten werden.»
Ein geniales Wochenende
Am Freitagabend um 16 Uhr öffnete das Festzelt auf dem Gelände zum Feierabendbier, ab 19 Uhr startete das Plauschturnier. Es massen sich elf Teams in der Kategorie Mixed, wo sich die «Pistenraudis» den 1. Rang erzogen. Weiter waren neun Teams in der Kategorie Männer am Start. Hier gewannen die «Henderdorfschmette Bönze». Den Originalitätspreis holten sich am Plauschturnier die Jungs von «John Beer». Villiger kommentierte: «Es machten coole Plausch-Teams mit – mehr als andere Jahre, das hat uns sehr gefreut. Und wir hatten richtig Wetterglück, obwohl es zu Beginn etwas regnete.»
Strahlender Turniersamstag
Bei schönstem Wetter begann das Turnier am Samstagmittag um 12 Uhr. Die 44 Teams, bestehend aus 12- bis 18-jährigen Teilnehmern, waren alles Mixed-Teams. Auf dem Gelände plapperte es in allen möglichen Sprachen. Mit Cars reisten sie aus England, Belgien, Kanada, Deutschland, den Niederlanden, Schottland, Wales, Schweden, und dem Baskenland an. Und natürlich waren die Schweizer Top-Teams ebenfalls auf dem Platz. Die Sinser Seilzieher als Organisatoren konnten ein gelungenes Wochenende verbuchen. «Ich weiss nicht, wie viele Besucher wir hatten. Doch am Samstagnachmittag mussten wir unsere Vorräte wieder auffüllen, so viel wurde konsumiert.
Kein Podestplatz für die Sinser Jugend
Sins trat mit zwei Teams an, welche sich bis in die Achtel- und Viertelfinals hochzogen. Im Achtelfinal verlor Sins II gegen Sins I – ein wirklich spezielles Duell. Das Sins-I-Team stand danach im Viertelfinal Mosnang gegenüber. Nach den ersten beiden Zügen war der Spielstand 1:1, der Zufall entschied, dass Mosnang die Zugseite wünschen konnte. Dieser Seitenwechsel wurde dem Sinser Team zum Verhängnis. Sie verloren gegen Mosnang 1:2 und platzierten sich auf dem guten 5. Rang. Turniersieger wurden die Jungseilzieher aus Ebersecken.
Der metallene Seilzieher
Nicht zu übersehen und brandneu hergestellt für dieses Turnier war der Seilzieher aus Metall – gigantisch stand er am Eingang des Turnierplatzes – das Symbol für Kraft, harten Willen und einen speziellen Sport, der in der Region tief verwurzelt ist. Die Idee hatte der Reussegger Marc Villiger. Zusammen mit drei weiteren Personen baute er dieses Sinnbild ihres Sports.



