Die neue Vision ist zukunftsweisend
21.08.2026 Jugend/AusbildungDie Schule Sins ist weit mehr als eine Institution, die den Kindern Wissen vermittelt. Sie will verantwortungsvolle Persönlichkeiten hervorbringen, die auf die bestmögliche Art auf ihre Zukunft vorbereitet sind. Dazu dienen die neue Vision und der neue Leitsatz.
...Die Schule Sins ist weit mehr als eine Institution, die den Kindern Wissen vermittelt. Sie will verantwortungsvolle Persönlichkeiten hervorbringen, die auf die bestmögliche Art auf ihre Zukunft vorbereitet sind. Dazu dienen die neue Vision und der neue Leitsatz.
IRIS CAGLIONI
Die neu definierte Vision der gesamten Sinser Schule zeigt einerseits bewährte und bodenständige, andererseits sehr hochgesteckte Vorstellungen. Sie lautet: «Unsere Schule ist ein Ort, an dem alle Beteiligten körperlich, psychisch und sozial gesund wirken können und in ihrer Entwicklung zu einem gefestigten, verantwortungsvollen Selbst gestärkt werden. Als lebendiger Teil unserer Dorfkultur gestalten wir in einer starken Gemeinschaft qualitativ hochwertige Bildung mit Haltung. Wir sind eine wertevermittelnde, zukunftsorientierte Schule und offen für neue Wege.»
Bestmöglicher Zeitpunkt für eine Neuausrichtung
Der Moment einer gemeinsamen Vision ist gemäss den verantwortlichen Schulleitungsteams, Sibylle Mahler und Denise Sonderegger der Primarschule, Raffaela del Prestito, Andreas Stücheli und David Bürgler der Oberstufe, sowie dem zuständigen Gemeinderat Pius Vogel genau richtig. Durch den Wechsel der gesamten Schulleitung an der Oberstufe und an der Primar wuchs der Wunsch, als Schulen der Gemeinde Sins sicht- und spürbarer zusammenzuwachsen. Die Schulleiter sehen dies als Chance, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. «Es war wichtig zu klären, wofür wir stehen und in welche Richtung wir uns entwickeln möchten. Die neue Vision soll uns dabei als Orientierungshilfe dienen», betonte del Prestito.
Die Leitungsteams, welche ein gemeinsames Verständnis für eine zukunftsorientierte Schule spüren, sahen als grosse Herausforderung, die insgesamt 120 mitarbeitenden Lehrkräfte ins Boot zu holen und in den Prozess miteinzubeziehen. Gemeinderat Pius Vogel reflektiert: «Für mich schafft die Sinser Schule mit dieser Vision die notwendigen Voraussetzungen, damit Kinder und Jugendliche in einem gesunden, wertschätzenden Umfeld lernen, sich zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten entwickeln und bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereitet werden. Dabei ist sie ein wichtiger Teil der Dorfgemeinschaft und steht für Qualität und Werteorientierung. Mit einbezogen ist da auch immer die Schulsozialarbeit und die Musikschule, die unglaublich viel beitragen für eine gesunde Schule.»
Veränderungen im Schulalltag
Eine Veränderungen wird zwar nicht über Nacht sichtbar werden, doch soll die neue Vision eine gemeinsame Richtung vorgeben. Sie hilft, Entscheidungen zu treffen, Schwerpunkte zu setzen und das Handeln an alle geltenden Werten auszurichten. «So wird sie Schritt für Schritt sichtbar, im Unterricht, in der Zusammenarbeit, im Umgang miteinander und in der Gestaltung des Schullebens», betonen del Prestito und Mahler.
Gemeinderat Vogel meint: «Die Kinder sollen erfolgreich lernen und Lehrpersonen sollen gerne arbeiten gehen. Damit nimmt die Schule ihre Rolle als wichtiger Teil der Dorfgemeinschaft noch besser wahr.»
Als strategische Schwerpunkte legen die Schulleiterinnen der Primar den Fokus auf die Schaffung einer förderlichen Lernumgebung. «An einem kindgerechten Ort, an dem man sich wohlfühlt und konzentriert arbeiten kann, kann man auch kreativer und besser denken. Die Primarschule Sins eröffnet dieses Jahr die Lerninsel als alternativen Lernort. Sie beinhaltet zugleich die neu installierte Begabtenund Begabungsförderung. Ebenso soll die Umgebung des Schulhauses künftig noch besser als Lernort genutzt werden können», so Mahler.
Das Oberstufenteam wird im ersten Semester dieses Schuljahres daran arbeiten, strategische Schwerpunkte für ein aktualisiertes Schulprogramm zu entwickeln und erste Massnahmen daraus abzuleiten. «Der grösste Handlungs bedarf liegt darin, die gemeinsame Ausrichtung über alle drei Schulstufen hinweg zu stärken», ergänzt Vogel.
Zusammen auf einem guten Weg
Die Schule Sins versteht sich als eine Institution, welche die Lernenden vom Tag der Einschulung über alle drei Zyklen hinweg bis zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit begleitet und fördert. Die Vision soll für die Mitarbeitenden, die Schulleiter, die Eltern und die politische Gemeinde an sich eine Orientierung über die Werte vermitteln.
Doch was braucht eine gute Schule von allen Beteiligten, damit Lernen, Entwicklung und Zusammenleben gelingen können? «Damit Kinder lernen, sich entwickeln und sich in der Schule wohl und sicher fühlen können, braucht es das Zusammenspiel von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrpersonen. Dabei tragen alle Beteiligten Verantwortung – auf unterschiedliche Weise. Wir erwarten von allen Beteiligten Respekt, Verlässlichkeit, Dialogbereitschaft und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen», betont Mahler.
Die Gemeinde erwartet von der Schule eine zukunftsorientierte Ausrichtung und eine hohe Bildungsqualität. Kinder und Jugendliche sollen entsprechend ihren Fähigkeiten, ihrem Entwicklungsstand und ihren Begabungen bestmöglich gefördert werden. Wir wollen eine attraktive Schule, die für Familien und Neuzuziehende ein wichtiger Standortfaktor ist.
Die Schule darf von der Gemeinde erwarten, dass wir sie auf diesem Weg aktiv unterstützen. Wir investieren kontinuierlich in die Schulentwicklung, die Infrastruktur und die notwendigen Rahmenbedingungen. In Bezug auf die Infrastruktur haben wir mit der Schulraumplanung Ammannsmatt noch wichtige Investitionen vor uns, die wohl durchdacht werden müssen. Hier ist die Vision für die Gestaltung sehr wichtig ist. Die Schule ist mit Abstand der grösste Ausgabenbereich der Gemeinde und macht mehr als die Hälfte des Budgets aus. Gemeinsam sind wir auf gutem Weg, die Schule Sins erfolgreich für die Zukunft aufzustellen.
Eine starke Schule
Die Veränderungen sollen, so wünschen es sich die Leitungsteams, deutlich erkennbar werden. «Erfolgreich umgesetzt ist die Vision, wenn die Lernenden gerne zur Schule kommen, sich sicher und ernst genommen fühlen. Sie sollen nebst Wissen auch Selbstvertrauen mitnehmen», erklärt Denise Sonderegger. «In einigen Jahren soll die heute neue Strategie spürbar und sichtbar sein. Man soll sie beim Betreten unserer Schule erleben können. Wenn es in ein paar Jahren so ist, haben wir viel erreicht», so Mahler.

