Die FSG Dietwil am St. Galler Kantonalschützenfest
11.07.2025 SportAm Freitag, 27. Juni war es so weit, die FSG Dietwil brach auf in Richtung Osten, ins Sarganserland ans St. Galler Kantonalschützenfest. Wie üblich verbanden wir den Besuch eines kantonalen Schützenfestes gleich mit einer zweitägigen Vereinsreise. So waren zwei von uns bereits ...
Am Freitag, 27. Juni war es so weit, die FSG Dietwil brach auf in Richtung Osten, ins Sarganserland ans St. Galler Kantonalschützenfest. Wie üblich verbanden wir den Besuch eines kantonalen Schützenfestes gleich mit einer zweitägigen Vereinsreise. So waren zwei von uns bereits in aller Früh aufgebrochen, um am Morgen in Mels die eine für uns reservierte Scheibe zu beanspruchen. Das mit der Reservierung war leider so eine Sache an jenem Anlass. So wurden wir vom automatischen Reservationstool über den Tag auf drei Schiessstände verteilt. Wir haben aber das Beste daraus gemacht, und so fuhren die restlichen acht von uns erst um 8 Uhr morgens los. Nach einem Zwischenhalt in Walenstadt zur Waffenkontrolle gesellten wir uns denn auch in Mels zu unseren beiden Gspänli, wo wir dann auch gemeinsam zu Mittag assen. Dass man dort unter einer braunen Bratwurst eine gut grillierte Kalbsbratwurst verstand und wirklich keine Schweinsbratwürste kannte, überraschte uns doch etwas. Dass uns die St. Galler dann aber, ohne dass wir nachfragen mussten, Senf zur Bratwurst gaben, überraschte uns noch deutlich mehr.
Nach dieser Stärkung ging es dann nach Wangs weiter, wo wir auch mehr als eine Scheibe zur Verfügung hatten und dementsprechend besser vorankamen. Gerüchten zufolge hatten einige unserer Mitglieder auf diesem Stand umgehend die Chance ergriffen und ihr Pommes-Frites-Defizit beseitigt, weil es vorher in Mels keine gab.
Bis zum Abend hatten wir alle dann unsere Stiche geschossen, und wir gingen vom sportlichen zum gemütlichen Teil über. Wir gingen nach Landquart, checkten in unser Hotel ein und liessen es uns anschliessend in einem Restaurant gutgehen. Bei leckerem Cordon bleu, kaltem Bier, erfrischendem Glace und einem Schnaps als «Verdauerli» konnten dann wohl alle über den einen oder anderen schlechten Schuss vom sportlichen Teil hinwegsehen.
Kühle in der Taminaschlucht
Am nächsten Tag begaben wir uns an den Bahnhof von Bad Ragaz, um mit dem Postauto in die Taminaschlucht zu fahren. Wir bewunderten dabei das fahrerische Geschick und die Nerven des Postautochauffeurs, war die Strasse doch mehr als nur eng. Gleichzeitig fragten wir uns, wie viele Kratzer es wohl in all den Jahren schon in die Postautos gab. Im Alten Bad Pfäfers durften wir dann eine Führung durch das Bad geniessen und der drückenden Hitze in die kühle Taminaschlucht entfliehen. Dabei sahen wir, wo die Hotels in Bad Ragaz ihr Quellwasser herhaben und wie das örtliche Kloster jahrhundertelang mit dem warmen Quellwasser Geld verdiente. Mit einem Seil die Schlucht hinuntergelassen zu werden und zehn Tage lang nonstop im warmen Quellwasser zu liegen, empfanden wir einstimmig als nicht erstrebenswert. Von diesen rustikalen Anfängen entwickelte sich natürlich alles weiter. Doch auch der Aufenthalt in einem barocken Badehaus, in welchem wegen des Dampfes des warmen Quellwassers wohl die Luft konstant muffig bis schimmlig roch, klang für uns nicht sonderlich sympathisch. Den Badearzt, welcher den Kurgästen zum Mittagessen einen dreiviertel Liter Rotwein verschrieb, fanden wir hingegen sehr sympathisch. Da wollte glatt der eine oder andere den Hausarzt wechseln… Nach der Führung durften wir uns im Belle-Epoque-Speisesaal nobel fühlen und bei einem Mittagessen stärken. Jedoch ohne dreiviertel Liter Rotwein pro Person. Dann ging es auch schon wieder mit dem Postauto zurück an den Bahnhof und von dort wieder nach Walenstadt ins Festzentrum, um unsere Kränze und Gaben abzuholen. Bei diesem Stopp nutzten wir die Gelegenheit und gönnten uns im Festzentrum noch ein Softeis. Als wir den Blick auf den danebenliegenden Walensee schweifen liessen, sagten einige von uns dasselbe, wie schon den Tag zuvor, als wir zur Waffenkontrolle hier waren: «Das nächste Mal lassen wir die Gewehre zuhause und nehmen die Badehosen mit!». Nach dieser Erkenntnis machten wir uns auf den Rückweg, und damit war unser diesjähriger Vereinsausflug auch schon wieder vorbei.
Für den Verein: Markus Mathis