Am Samstagabend um 18 Uhr tönte es energiegeladen und gutgelaunt von der Aussenbühne, die auf dem Pausenplatz Ammannsmatt aufgebaut war. Die Väntilwörger trumpften mit ihrer Vorfasnacht auf. Die Halle öffnete um 19.30 Uhr, und schon war Happy-Hour.
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Am Samstagabend um 18 Uhr tönte es energiegeladen und gutgelaunt von der Aussenbühne, die auf dem Pausenplatz Ammannsmatt aufgebaut war. Die Väntilwörger trumpften mit ihrer Vorfasnacht auf. Die Halle öffnete um 19.30 Uhr, und schon war Happy-Hour.
IRIS CAGLIONI
Vom Mittwochabend an waren die Mitglieder der 58-köpfigen Guggenmusig damit beschäftigt, die Ammannsmatthalle in ein riesiges, phantasievolles Fasnachtsgelände zu verwandeln. «Die grossi Wält vom chline Erfinder» war das unerschöpfliche Thema, welches sie in Form von super Dekoration und speziell gemischten Drinks nutzten. Im Eingangsbereich bei der Garderobe fanden sich Platinen und Elektrodrähte und die allgemein sehr beliebte Fotobox. Der Gang vor dem Hallenbereich im Untergeschoss bot Platz für zwei Bars. Hier war die Eisenbahn vorherrschend und Platz für die Shot-Bar. Passend dazu gab es den Billetautomaten, die Abfahrtstabelle und viele kleine, detailgetreue Dekosachen. Plus den für diese Bar speziellen Espresso-Martini-Shot. Gleich daneben, beim Gleis 10, fand sich die Mojito-Bar, klein aber fein mit ausgesuchten Getränken.
Barmotto getreue Spezialdrinks
An jeder Bar wurde ein spezielles Getränk ausgeschenkt, passend zum Barmotto. «Es sind wirklich neue Getränkemix, die sonst nicht ausgeschenkt werden. Wir im OK waren kreativ und haben Verschiedenes ausprobiert. Nicht jede Mischung war brauchbar, aber am Schluss hatten wir sechs verschiedene Spezial-Drinks. Das geht vom eleganten Espresso-Martini-Shot bis hin zum AKW-Klärwasser – wobei alle Drinks echt gut schmecken», informierte Tobias Bütler.
Im hinteren Probenraum, etwas von der Haupthalle gesondert, fand sich der Techno-Bunker. Das Klärwasser sprudelte, und der DJ hinter seiner Scheibe war kaum wahrnehmbar vor lauter Nebel bei flackerndem, fast stroboskopischem Licht.
Feiern, fast so losgelöst wie Fliegen
In der Haupthalle zeigten sich die Fortschritte der Luftfahrt. Ein Heissluftballon diente als Dach für die grosse Bar in der Mitte der Halle, ein Doppeldecker hing in der Luft, das Linienflugzeug von WörgAir war eine Bar, in welcher «heisse» Stewards und Stewardessen bedienten. Und als leicht erhöhte Position gab es die NASA-Plattform.
Die Besucher konnten sich in das musikalisch-fasnächtliches Zeit-Raum-Gefüge beamen lassen. Ob als silbriges Glitzergirl oder Popcorn-Becher, alles war erlaubt. Bütler meinte: «Bei unserem Ball sind die meisten Besucher verkleidet, jedoch nicht unbedingt mottogetreu. Es gibt auch keine Maskenprämierung. Hauptsache ist, dass alle Spass haben.»
Die neun Guggenmusigen, die sich für Auftritte angemeldet hatten, spielten entweder im Kafizelt vor der Turnhalle oder auf der Guggenbühne in der Haupthalle. Für die Väntilwörger hiess es: durchhalten bis die letzten Gäste gegangen sind, und dann aufräumen und abbauen. Ziel war es, bis zum Mittagessen am Sonntag fertig zu sein.