Der Einhornplatz wird zur «Piazza Grande»
08.05.2026 SinsDie zweite Ausgabe von «Seis uf de Bei» fand am letzten Samstag bei mediterranen Temperaturen statt. Die rund 2’200 Personen auf der Festmeile bestätigten den Organisatoren, dass dieses Fest nun zu Sins gehört und geschätzt wird.
IRIS ...
Die zweite Ausgabe von «Seis uf de Bei» fand am letzten Samstag bei mediterranen Temperaturen statt. Die rund 2’200 Personen auf der Festmeile bestätigten den Organisatoren, dass dieses Fest nun zu Sins gehört und geschätzt wird.
IRIS CAGLIONI
Eine grosse Bühne beim Kreisel, Festbänke auf der Aarauerstrasse und hinab bis zum Spritzenhäuschen, Beizen, welche die unterschiedlichsten Genussmomente versprachen. Für die Kinder organisierte die Jungwacht ein Spielgelände auf dem Parkplatz des Mexicano Restaurant Einhorn. Die Z-Fighters zeigten den Kids, wie mit Schläger und Puck umzugehen ist, und bei den Seilziehern konnte die eigene Zugkraft gemessen werden. Ein kompaktes Festgelände, das alle Erwartungen erfüllte. Das war das Resultat monatelanger Planung durch ein gut funktionierendes Organisationskomitee. Gemeinderat und OK-Co-Präsident Pius Vogel ist begeistert von seinem OK und betont: «Wir bekamen die Bewilligung, bis um 3 Uhr morgens feiern zu dürfen. Darum haben wir auch das letzte Konzert auf 21 Uhr gelegt.» Für die Abendstimmung wurden 300 Meter Girlanden aufgehängt, die eine stimmungsvolle Atmosphäre schafften. Für den gesamten Auf- und Abbau zollte Vogel seinen OK-Kollegen einen grossen Dank. «Besonders den beiden Jungwächtlern Tim Sterba und Lukas Vogt muss ich ein grosses Kränzchen winden. Sie haben eine grossartige Koordinationsarbeit geleistet.»
Ein Highlight löste das andere ab
Ein Fest, das alle Generationen anspricht, war das Ziel des OKs. Dazu gehörten nebst dem vielfältigen kulinarischen Angebot auch die unterschiedlichsten Musikstilrichtungen sowie ein Gottesdienst unter freiem Himmel, um das Fest zu eröffnen. «Es war ein schöner Start in diesen Tag. Die Festbänke waren voll besetzt. So ein Gottesdienst mitten im Dorf, im Festgelände, das war richtig schön», erzählte eine Besucherin.
Die musikalische Unterhaltung den ganzen Tag über fand auf und vor der Bühne statt. Sie war geprägt von einheimischen Musikschaffenden in den unterschiedlichsten Genres. Da war für jeden Musikgeschmack etwas dabei.
Rhythmisch-rassig waren die Auftritte der Musikgesellschaft Sins und der Tambouren, volkstümlich wurden die Gäste verwöhnt von den Alphornklängen, den Ländler-Wurlizern und dem Jodlerklub Heimelig und rockig-poppig gaben sich die Jungs von PCCD sowie die Auwer Lions mit ihrem neuen Programm.
Der Nachwuchs auf und vor der Bühne
Die jüngsten Fans fanden sich jeweils vor der Bühne auf der Strasse sitzend ein. Wo sonst war es möglich, fast hautnah die Musik zu geniessen und vielleicht gar davon zu träumen, selber mal in einem der Vereine mitzuwirken. Doch nicht nur die Kinder von manchem Musikanten der Region lauschten den Klängen ihrer Eltern. Es waren auch Eltern und Grosseltern da, die ihren Kindern und Enkeln zuhörten und stolz waren. Immer wieder waren lobende Worte zu hören wie: «Das sind meine Söhne, die singen.» oder «Meine beiden Enkel spielen bei den Tambouren mit.» Die Regionalität spielte einmal mehr eine riesengrosse Rolle. «Wir haben bewusst darauf geachtet, dass alle, die Musik machen, aus der Region sind», informierte Vogel.
Ausnahmezustand garantiert
Der Tag wurde auch für die Ankündigung eines weiteren festlichen Grossanlasses in Sins genutzt. Vom 16. bis 18. Juni 2028 wird das Nordwestschweizerische Jodlerfest in Sins ausgetragen. Am Vormittag wurde auf der Bühne das Logo vorgestellt und die Verträge von Vertretern des Verbandes und des lokalen Organisationskomitees unterzeichnet. Die Verbandspräsidentin Monika Koch freute sich riesig und sagte: «Das Logo sieht fantastisch aus. Es wird ein wunderschönes Festabzeichen.» Den Akt der Vertragsunterzeichnung umrahmte der Jodlerklub Heimelig mit dem zum Anlass sehr passenden Stück «Lüt im Dorf».
Feiern bis zur Polizeistunde
Mit dem Schlusskonzert um 21 Uhr gab sich die alteingesessene Band «Lions» die Ehre. Doch sie spielten nicht wie früher Cover-Party-Songs. Bassist und Mitgründer der Band, Alfons Leu, meinte: «Nach 13 Jahren Musikpause haben wir beschlossen, nochmals neu anzufangen, mit neuen eigenen Titeln. Das ist unser erster Gig mit diesem neuen Sound. Alle Stücke sind selbst getextet und komponiert von meinem Bruder Urs Leu. Es ist auch unser erstes Konzert mit unserem sizilianischen Leadsänger Romeo.» Ihr nächster Auftritt ist am 29. Mai im Boswiler Chillout. Mit ihrer neuen Show möchten sie schweizweit unterwegs sein wie zum Beispiel am Ilanzer Openair «Lumnezia.» Leu ist zufrieden mit der Premiere auf der Sinser Bühne. «Die Feedbacks waren gut. Vielen hat unser neues Programm gefallen.» Nach 14 Songs und rockigen Zugaben wurde die Festmeile etwas ruhiger. Auf den Festbänken konnte bis um 3 Uhr weiter gefeiert, gegessen, getrunken und vor allem der laue Sommerabend genossen werden.









