Das letzte Abenteuer vor den Sommerferien
03.07.2026 DietwilAm späten Freitagnachmittag trafen Sänger, Tänzer und Geschichtenerzähler unterschiedlichen Alters zusammen, um ihren anwesenden Familien die einstudierten Schulschlussdarbietungen zu zeigen. Das Jahresmotto stand nochmals im Fokus.
IRIS CAGLIONI
...Am späten Freitagnachmittag trafen Sänger, Tänzer und Geschichtenerzähler unterschiedlichen Alters zusammen, um ihren anwesenden Familien die einstudierten Schulschlussdarbietungen zu zeigen. Das Jahresmotto stand nochmals im Fokus.
IRIS CAGLIONI
Seit zwei Tagen waren die Jalousien der Turnhalle heruntergelassen, damit die Hitze weitestgehend draussen blieb. Die Kinderschar, die Lehrerschaft und die anwesenden Familien waren dankbar dafür, dass die Temperaturen innen minim tiefer waren als im Freien.
Auf der Leinwand lief eine Diashow mit Bildern aus dem gesamten Schuljahr. Das waren Erinnerungen für die Kinder und Einblicke für die Eltern. Zum Start der Feier meinte Schulleiter Jonas Redig, dass er aufgrund der Temperaturen seine Rede gekürzt habe: «Es freut mich sehr, dass sie so zahlreich erschienen sind. Wir ziehen es aber nicht künstlich in die Länge.» Und schon stand und sass die erste Kinderschar auf der Bühne. 37 Jungen und Mädchen der 4. bis 6. Klasse sangen den Cup-Song, hantierten geschickt mit unterschiedlich farbigen Bechern und heimsten den ersten grossen Applaus ein.
Geschichtenerzähler waren die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse. Die in den Klassen geschriebene Geschichte mit den dazu passenden Bildern handelte davon, warum es im Dietwiler Zoo keine Tiere mehr gab. Lustig, bunt und voller Witz erzählten sie das Los der Elefanten, das traurige Ende der Schildkröten und wie es geschehen konnte, dass das Krokodil in die Reuss abtauchte.
Vom Kindergarten bis zur 6. Klasse
Sehr rhythmisch unterwegs waren die Drittklässler. Sie hüpften synchron und in einer speziellen Choreographie zu Michael Jacksons Song «Billie Jean» aufeinander zu, so dass es kein Zusammenstossen gab.
Auch die Kindergartenkinder nahmen an der Feier teil, und sie verzauberten das Publikum mit ihren feinen Stimmen beim Gesang. Als Schlusspunkt und bevor die offizielle Verabschiedung aller 18 Sechstklässler erfolgte, zeigten acht Mädchen dieser Stufe einen Line-Dance zu «Footloose» von Kenny Loggins. Dabei trugen sie Cowboyhüte, kurze Hosen, ein Shirt und ein um die Hüften gebundenes Hemd. Im Anschluss an diese Tanzeinlage wurden die Sechstklässler einzeln aufgerufen und verabschiedet. Jeder bekam eine Tüte Popcorn und einen Kino-Gutschein mit auf den Weg.
Gemeinderätliche Schulschlussrede
Zu Beginn des Anlasses hielt Gemeindeammann Theo Kern eine kurze Rede, mit welcher er auf die Highlights des Schuljahres zurückblickte. Als Höhepunkt benannte er den Weihnachtsmarkt mit der mobilen Kunsteisbahn. Er sagte, dass Schule, Gemeinde und Vereine Hand in Hand gearbeitet hätten. «Dieser Anlass war mehr als ein Markt. Er war ein Fest für die ganze Bevölkerung. Er war ein Zeichen dafür, wie stark unsere Dorfgemeinschaft ist, wenn wir gemeinsam etwas auf die Beine stellen.»
Als zweiten Höhepunkt und schönes Beispiel für das gelebte Miteinander nannte Kern die neu gestaltete Wand beim Pausenplatz. Darauf waren bisher Bilder des Dschungelbuchs zu sehen, welche etwas in die Jahre gekommen waren. Kern meinte: «Der Wunsch, diese Wand neu zu gestalten, kam aus dem Schüler parlament und wurde umgesetzt.» Jonas Reding meinte später bei der Feier im Freien dazu, dass jedes Schulkind daran gearbeitet hat: «Auch ich habe eine ganz kleine Ecke ausgemalt. Die neue Wand ist richtig schön geworden.»
Verabschiedungen
Nach 15 Jahren wurde Rita Schumacher verabschiedet. Kern meinte: «Rita war das organisatorische Rückgrat der Schule. Manchmal war sie auch das Nervensystem, das alles zusammengehalten hat. Danke für alles, was du für diese Schule und unsere Gemeinde getan hast. Gleichzeitig informierte er, dass Rahel Wyss die Nachfolge von Schumacher übernommen hat. Das Präsent wurde ihr vom Schulleiter übergeben und nochmals hielt er eine kurze Laudation auf ihr langjähriges Engagement. Ebenso wurden die zwei Fachlehrpersonen Eveline Reich und Kim Dörig, die Logopädin Bennysta Pushparajah und der Zivilschutzdienstleistenden Zayne Iten auf die Bühne gebeten und verabschiedet.
Wurst vom Grill und kühle Getränke
Während die Schüler auf der Bühne verabschiedet wurden, heizten Mitglieder der Männerriege den Grill ein. Denn nach der offiziellen Schlussfeier wurde erst richtig gefeiert. Der Unterstand auf dem Pausenplatz war mit Festbänken ausgestatten, und schnell füllten sich die Reihen. Die Kinder, erleichtert nach ihren gelungenen Darbietungen, schwirrten umher und die Erwachsenen nutzen die Gelegenheit, aus der Schulfeier ein gemütliches Beisammensein zu gestalten und den lauen Sommerabend zu geniessen.






