120 Schülerinnen und Schüler von der 3. bis zur 6. Klasse stellten eine amüsante Show auf die Beine. Nicht nur spielen und singen, sie waren kreativ bis ins Detail.
IRIS CAGLIONI
Gespannt auf das, was die Kinder in den letzten Wochen und Monaten ...
120 Schülerinnen und Schüler von der 3. bis zur 6. Klasse stellten eine amüsante Show auf die Beine. Nicht nur spielen und singen, sie waren kreativ bis ins Detail.
IRIS CAGLIONI
Gespannt auf das, was die Kinder in den letzten Wochen und Monaten gelernt hatten, standen die Eltern vor der Mehrzweckhalle und warteten darauf, eingelassen zu werden. Das Bühnenbild, liebevoll gestaltet, zeigte eine Urwaldlandschaft: riesige Bäume und Lianen, die überall herunter hingen. Sogar die Mikrofone waren getarnt mit Urwaldverkleidung.
Vor der Bühne lagen drei, vier Reihen Gymnastikmatten auf dem Boden. Die Fläche war für die mitwirkenden Schüler reserviert. Dahinter reihten sich die Stühle für das Publikum auf. Familien füllten den Saal in wenigen Minuten bis auf den letzten Platz. Das plappernde und lachende Publikum verstummte, als das Licht gedämpft wurde und die ersten Protagonisten auf die Bühne traten.
Eine bekannte Geschichte
Die sprudelnde Freude der Kinder schwappte bereits beim ersten Lied in die Halle und erfasste das ganze Publikum. Anfänglich waren die Sprechstimmen noch etwas leise und verhalten, aber je länger das Stück dauerte, umso mutiger wurden sie. Die Hauptrollen waren doppelt besetzt, und so wechselten sich die Kinder nach einer gewissen Zeit ab.
Es geht um die Geschichte des Mowgli, der im Dschungel bei den Wölfen aufwächst. Sein bester Freund ist Baloo der Bär und der Panther Baghira.
Durch die Halle auf die Bühne
Einmal war es die Affenbande, die zwischen den Publikumsreihen hindurch auf die Bühne rannte und mit ihrem Affengeschrei lautstark auf sich aufmerksam machte. Ein anderes Mal trampelte die Elefantenherde herein, dass der Boden zitterte. Die Geier grunzten überzeugend, und die Schlange Kaa hätte es beinahe geschafft, auch das Publikum zu hypnotisieren.
Alles mitgetragen
Entstanden ist das Projekt in einer grandiosen Zusammenarbeit der Lehrpersonen und der Schüler. Die Klassen der dritten und vierten Stufe studierten seit Januar die vielen Lieder ein, Solisten bekamen extra Gesangsunterricht. Die fünfte und sechste Stufe zimmerte ihre Aufgaben in einer Projektwoche zusammen. «Die haben das so gut gemacht. Ich hab richtig Freude, den Kindern zuzusehen», Schulleiterin Susanne Portmann war begeistert. «Gemeinsam haben die Klassen der dritten und vierten Stufe die vielen Masken und das Bühnenbild gebastelt. Die 5.- und 6.-Klässler konnten in Themengruppen arbeiten, je nach dem, wofür sie sich ermuntern liessen. Die Kids der Marketing-Gruppe gestalteten das Programmheft, das sehr professionell daherkam. Die Technikgruppe wurde angeleitet von Bernie, dem coolen Techniker, der den Kindern beibrachte, wie das alles geht mit den Mikros, den Headsets und der Lichtanlage. Weiter gab es die Gruppe derjenigen, die Theater spielten, und die Kreativgruppe, und es gab auch Kinder, die nur im Chor mitsangen. So war für jeden das Passende dabei.»
Bekannte Melodien und angepasste Texte
Insgesamt war das Musical in zehn Szenen unterteilt. Die elf gesungenen Lieder hatte meist Soloeinlagen und eine feine Choreo. Ein Stück war kein Lied, sondern ein Gewitter. Man hörte die Regentropfen, dann wurde der Regen lauter und prasselte herunter, der Donner rollte heran - heftig und immer lauter, dann löste sich das Gewitter langsam auf, und die letzten Regentropfen fielen nur noch sanft.
Diese Stimmung erreichten die Kinder mit Fingerschnippen (Regentropfen), Händeklatschen auf die Oberschenkel (heftiger Regen) und koordinierte Sprünge (Donner).