Dach der Mehrzweckhalle wird saniert
17.07.2026 MühlauDie Notsanierung des Hallendachs wird während der Sommerferien durchgeführt. Ziel ist es, sämtliche Arbeiten bis zum Schulstart am 10. August abgeschlossen zu haben. Der projektverantwortliche Gemeinderat Peter Suter hofft auf gutes Wetter.
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Die Notsanierung des Hallendachs wird während der Sommerferien durchgeführt. Ziel ist es, sämtliche Arbeiten bis zum Schulstart am 10. August abgeschlossen zu haben. Der projektverantwortliche Gemeinderat Peter Suter hofft auf gutes Wetter.
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Nach den heftigen Hagelschäden 2021 wurden die beschädigten Welleternitplatten behelfsmässig geflickt, sodass keine Feuchtigkeit ins Dach eindringen konnte. «Die Schäden zogen sich über das ganze Dach», bestätigte Bruno Birrer, Bauleiter des zuständigen Architekturbüros Langenegger Architekten AG. Die über 60 Jahre alten Platten müssen dringend ersetzt werden. Die Balken der Holzkonstruktion darunter sind in einem guten Zustand und können belassen werden.
In den Sommerferien werden im Rahmen der bewilligten Baumassnahmen die Arbeiten durchgeführt.
Sicherheit geht vor
Die Halle ist während der Sanierungszeit gesperrt. Um die Sicherheit der Handwerker zu gewährleisten, wird für diese Arbeiten nebst dem äusseren Baugerüst auch eines in der Halle notwendig. «Die Deckenkonstruktion ist alt und nicht so gemacht, dass darauf gestanden werden kann. Darum wird ein Sicherheitsnetz im Halleninneren gezogen. Sollte ein Handwerker stürzen und durch die Decke brechen, fällt er ins Netz, und nicht sieben bis acht Meter in die Tiefe auf den Hallenboden», informierte Birrer. Dies entspräche auch den Normen und Richtlinien des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins, kurz SIA, und der SUVA. «Es ist verboten, Handwerker ohne dieses Sicherheitsnetz auf dem Dach arbeiten zu lassen. Anders ist es beim Zwischenbau zwischen Schulhaus und Mehrzweckhalle. Dieser wurde 1974 erstellt und ist somit moderner gebaut. Hier braucht es kein Sicherheitsnetz, denn hier ist die Decke tragfähig.»
Zeitgemässe Konstruktion
Zum aktuellen Zeitpunkt stehen die beiden Gerüste, ein Kran wurde gestellt, und seit Montag sind die Handwerker vor Ort. Der Dachstock wird bis auf die Holzbalken freigelegt, die alte Isolation entfernt. Die alten Welleternitplatten müssen als Sondermüll entsorgt werden, denn sie sind mit Asbest belastet.
Gemeinderat Suter ist erfreut über die Zusammenarbeit mit dem lokalen Gewerbe: «Wir konnten regionale Handwerksbetriebe für uns gewinnen.» Das neue Dach bekommt eine zeitgemässe Isolation, wird mit Steinwolle gedämmt und mit neuen, asbestfreien Welleternitplatten gedeckt. «So bleibt die Optik wie bisher bestehen, auch farblich ändert sich das nicht», betont Birrer.
Sanierung für die Zukunft
Was in diesen Wochen bei der Mehrzweckhalle gemacht wird, ist keine behelfsmässige Dachsanierung. «Es wird so gemacht, dass zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Halle innen saniert wird, das Dach nicht mehr angefasst werden muss. Das ist für die nächsten Jahrzehnte wieder tip top in Schuss.»
Neu werden offene Regenrinnen verlegt. «Die aktuellen Regenrinnen sind nach innen verlegt, das galt damals als modern. Für die Wartung ist es jedoch unpraktisch, denn sie waren immer schlecht zugänglich», so Suter.
Augenfällig werden nebst den Regenrinnen die neuen Vordächer sein. Birrer begründete deren Vorteile: «Wenn zu einem späteren Zeitpunkt die Aussenfassade saniert wird, haben wir mit den rund 70 Zentimeter tiefen Vordächern genügend Raum, um die Fassade so aufzudämmen, dass sie den heutigen Standards entspricht.»
Mögliche Auslöser für Verzögerungen
Bleibt zu hoffen, dass die Lieferung der Eternitplatten auch zum garantierten Zeitpunkt erfolgt. Die Monopolstellung des Lieferanten macht es gemäss der Aussage des Architekten manchmal etwas schwierig.
Ein weiterer natürlicher und unberechenbarer Risikofaktor bleibt: das Wetter. Sollte es zu Gewittern wie vor fünf Jahren kommen, dann könnte dies zu Verzögerungen führen. Doch Suter ist optimistisch, speziell für die 1.-August-Feier, die am 31. Juli stattfindet. «Seit rund 20 Jahren fand sie immer bei schönstem Wetter draussen statt», sagt Suter. Als Schlechtwettervariante kann die Halle nur genutzt werden, wenn die Arbeiten bis dann schon fertig sind. Und sowohl Birrer als auch Suter sehen diese Möglichkeit durchaus als gegeben.



