Bundesratskandidat
02.12.2022 BeinwilPeter Villiger aus Beinwil kandidiert am 7. Dezember für einen frei werdenden Sitz im Bundesrat. Seine Chancen sieht er gering, dennoch will er aufrütteln.
Der Beinwiler Peter Villiger ist mit dem Kurs des aktuellen Bundesrates nicht zufrieden. Deshalb stellt sich ...
Peter Villiger aus Beinwil kandidiert am 7. Dezember für einen frei werdenden Sitz im Bundesrat. Seine Chancen sieht er gering, dennoch will er aufrütteln.
Der Beinwiler Peter Villiger ist mit dem Kurs des aktuellen Bundesrates nicht zufrieden. Deshalb stellt sich der Familienvater am 7. Dezember zur Wahl. Obwohl er in der SVP ist, will er parteilos antreten. Er sieht sich als Bindeglied zu allen Parteien und will ihre Zusammenarbeit stärken.
RAHEL HEGGLIN
«Im Bundesrat kommt keiner und sagt: Wir haben Fehler gemacht, wir müssen die Richtung ändern» sagt Villiger. Aber genau das wäre wichtig. Denn die Schweiz müsse ihre Neutralität und ihre Vermittlerrolle wahren und verteidigen. Der eingeschlagene Kurs des Bundesrats sei unklar, findet der 59-Jährige. Wenn er Bundesrat wäre, könnte er zwar nicht von Anfang an Änderungen hervorrufen, aber er könne immerhin Klarheit und Demokratieverständnis einbringen. Denn ein Bundesrat solle menschlich sein und zuallererst dem Volk dienen, nicht umgekehrt.
Das läuft momentan nicht richtig
Aufzuklären gibt es seiner Meinung nach viel: «In der Schweiz sind überproportional viele internationale Organisationen wie beispielsweise die UNO, BIZ oder WHO und auch Nichtregierungsorganisationen wie das WEF und die Impfallianz von Bill Gates (GAVI) ansässig. Gelenkt werden diese nicht demokratisch legitimierten Organisationen von den Superreichen beziehungsweise von deren Konzernen. Diese beraten sich und geben den Takt vor, so dass es für sie passt.» In der Agenda 2030, die auch auf der Schweizer Bundeswebseite hinterlegt ist, seien die Resultate aller aktuellen Konflikte sowie geopolitischen Geschehnisse wie Coronakrise, Kriege oder Strompanik festgehalten. Ein grosser Dorn im Auge ist Villiger auch die ID2020, welche digitale Identifikationsformate weltweit schaffen will. «Damit wollen sie uns Tag und Nacht überwachen und kontrollieren. China sei das grosse Vorbild», so Villiger. Was wie eine Verschwörungstheorie tönt, ist für ihn Tatsache, welcher er vor allem während der Coronapandemie auf die Spur kam. «Da hatte ich Zeit, mich durch Verträge zu lesen, welche umfassend sind.» Viele Verträge auf Bundesebene seien öffentlich einsehbar. «Doch die neuste Fassung oder Definitionen bei Unterthemen fehlen häufig,
was mich stutzig macht.» Und der aktuelle Bundesrat wisse um diese Geschehnisse, ändere aber nichts. «Er geht einfach den eingeschlagenen Weg, ohne Eingeständnis, dass diese Richtung falsch ist. Und vor allem ohne Legitimation durch den Souverän, also uns alle.»
So würde er als Bundesrat agieren
Villiger findet, es sei an der Zeit, dass ein Bundesrat die Risiken nicht nur für die Schweiz, sondern für die ganze Welt sieht und handelt. «Wir müssen unsere Neutralität und Demokratie wiederherstellen und schützen. Die Schweiz darf sich nicht erpressen lassen und zur Marionette von übergeordneten Mächten und Organisationen werden.» Damit er handeln und nicht nur darauf aufmerksam machen kann, stellt er sich am 7. Dezember als Bundesrat auf. Die Kandidatur ist eingereicht und von der Bundesversammlung gutgeheissen. Seine Chancen sieht er gering, da er keine Politgrösse ist und auch sonst nicht landesweit bekannt ist. Dennoch hat er konkrete Vorstellungen, wie er als Bundesrat agieren würde: «Ich würde als Bundesrat keine Verwaltungsmandate oder sonstigen Nebentätigkeiten annehmen oder fortführen. Als Bundesrat würde ich die Schweizer Neutralität wahren, nachdem sie wieder hergestellt worden ist. Ich würde mich als Vermittler und Botschafter für unser Land und Volk sehen und zuallererst die Basisdemokratie zurückholen.»
Villiger will sich für die Schweiz einsetzen
Villiger ist CEO der Villiger Security Solutions AG. Mit seinem Unternehmen erfindet, entwickelt und produziert er Geldtransportkoffer. Diese Koffer sind weltweit im Einsatz. Werden sie unzulässig geöffnet, also beispielsweise nach einem Diebstahl, vernichten die Koffer das Geld automatisch. Er sei zu Beginn seines Unternehmertums belächelt worden, heute sei das Produkt aber aus der Geldindustrie nicht mehr wegzudenken. «Dazu bedurfte es von Anfang an, dass ich selbst denke, den offenen Diskurs nicht scheue und vor allem niemals aufgebe», so Villiger. Und genau so will er es im Bundesrat machen. «Vielleicht werde ich jetzt belächelt, aber ich habe eine Vision und bin bereit, mich als stolzer Schweizer für dieses Land und die enormen Herausforderungen einzusetzen.»

