Bauarbeiten in Muri: Solidarität statt Fahrverbote
10.04.2026 VereineDie aktuellen Bauarbeiten an der Zürcherstrasse führen zu einer Umverteilung des Verkehrs in Muri. Während einige Strassen, etwa im Weiler Hasli, besonders stark belastet sind, zeigt sich: Die Situation betrifft die ganze Gemeinde.
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Die aktuellen Bauarbeiten an der Zürcherstrasse führen zu einer Umverteilung des Verkehrs in Muri. Während einige Strassen, etwa im Weiler Hasli, besonders stark belastet sind, zeigt sich: Die Situation betrifft die ganze Gemeinde.
pd | Die Bauarbeiten an der Zürcherstrasse bringen für die Gemeinde Muri vorübergehend ein verändertes Verkehrsaufkommen mit sich. Besonders im Weiler Hasli, aber auch in anderen Teilen der Gemeinde, belastet der Umleitungs- und Ausweichverkehr die Strassen besonders stark. Der Gemeinderat hat die Situation analysiert und bereits verschiedene Massnahmen umgesetzt. Gleichzeitig zeigt sich: Die Lösung liegt nicht allein in Verkehrsschildern oder Strassenmarkierungen.
Entscheidend ist auch unsere gemeinsame Haltung als Gemeinde.
Was bereits getan wird
Um die Situation im Hasli zu entschärfen, hat die Gemeinde folgende Massnahmen umgesetzt:
– Die bestehende Tempo-30-Zone im gesamten Weiler wird kontrolliert. Fehlbare Verkehrsteilnehmende werden gebüsst.
– Ausbesserung von Schlaglöchern auf der Albisstrasse, um die Fahrbahnsicherheit zu gewährleisten.
– Optische Verengung der Fahrbahn durch enger gesetzte Holzpfähle, um zu schnelles Fahren zu erschweren und die Durchfahrt weniger attraktiv zu machen.
Diese Massnahmen tragen dazu bei, einzelne Probleme zu entschärfen, können den zusätzlichen Ausweichverkehr jedoch nicht vollständig aufnehmen oder auflösen. Die Belastung bleibt deshalb auf verschiedenen Strassen in der Gemeinde spürbar. Ein Fahrverbot kommt zum jetzigen Zeitpunkt nicht infrage. Eine solche Massnahme würde weitreichende zusätzliche Einschränkungen im Verkehrsnetz der Gemeinde nach sich ziehen und wäre nur mit deutlich umfassenderen Regelungen umsetzbar. Zudem würde sie dem Grundsatz widersprechen, den Verkehr möglichst gleichmässig auf verschiedene Strassen in der Gemeinde zu verteilen. Deshalb ist jetzt vor allem eines gefragt: Solidarität.
Warum Solidarität der Schlüssel ist
Gemeinderat Jörg Weiss bringt es auf den Punkt: «Alle für Muri, Muri für alle. Jeder Dorfteil, jede Strasse muss einen Teil der Last tragen. Nur so vermeiden wir, dass einzelne Quartiere übermässig belastet werden, während andere unberührt bleiben.» Daher hat der Gemeinderat beschlossen, das Fahrverbot an der Grindelstrasse aufzuheben. Diese Massnahme ist kein Rückschritt, sondern ein Schritt hin zu mehr Fairness: Wenn der Verkehr auf mehrere Strassen verteilt wird, entlastet das die am stärksten betroffenen Gebiete.
Worauf es jetzt ankommt
Die Gemeinde bittet die Bevölkerung um folgende Unterstützung:
– Rücksichtnahme: Halten Sie sich an die signalisierten Tempolimiten, besonders in Wohngebieten.
– Geduld: Die Bauarbeiten sind zeitlich begrenzt – gemeinsam meistern wir diese Phase.
– Dialog: Melden Sie konkrete Verkehrsprobleme (z. B. Raserei oder falsches Parken) direkt der Regionalpolizei Muri (Tel. 056 416 04 00).
Die Gemeinde wird die Situation weiterhin eng beobachten und bei Bedarf zusätzliche Massnahmen prüfen. Gleichzeitig sind wir überzeugt: Die beste Lösung entsteht nicht durch Verbote, sondern durch ein gemeinsames Verständnis dafür, dass wir alle Teil der Lösung sind.
