Ausgelassene Stimmung am Dorffest in Auw
24.07.2026 AuwAm vergangenen Samstag, Sonntag und Dienstag fand in Auw das bekannte, dreitägige Dorffest statt. Es gab alles, was zu einen Sommerfest gehört, und für jeden war etwas Passendes mit dabei.
MANUELA ROTH
Das grosse, traditionelle Oberfreiämter ...
Am vergangenen Samstag, Sonntag und Dienstag fand in Auw das bekannte, dreitägige Dorffest statt. Es gab alles, was zu einen Sommerfest gehört, und für jeden war etwas Passendes mit dabei.
MANUELA ROTH
Das grosse, traditionelle Oberfreiämter Sommerfest ist aus der Agenda vieler nicht mehr wegzudenken. Hier sieht und trifft man mal wieder altbekannte Gesichter, lacht, erzählt und geniesst unbeschwerte gesellige Stunden zusammen.
Am Samstag um 18 Uhr herrschte auf dem Festgelände noch die Ruhe vor dem Sturm. Es waren erst wenige Besucher eingetroffen. Wenige Minuten danach strömten immer mehr bestgelaunte Besucher auf den Festplatz, bis schliesslich jeder Platz besetzt war. Auch auf der Partymeile und zwischen den Beizlis wurde gelacht, angestossen und das Leben gefeiert.
In Auw gab es alles, was es für ein gelungenes Sommerfest braucht. Und dazu am Samstag noch ab und zu eine kurze Abkühlung mit kräftigem Regen. Die zahlreichen Besucher liessen sich die Laune dadurch aber nicht verderben. Sie stellten sich kurz unters Zelt und feierten nach den kleinen Gewittern fröhlich bis in die Morgenstunden weiter. In der «Fäschthütte» sorgte das DJ-Duo Nyron & Rapha Pareal für mitreissenden Partysound.
Von alt bis jung hatten alle Spass
Rund 5’000 Personen besuchten das Dorffest insgesamt. Nach dem «Beizlifest» am Samstag ging es am Sonntagnachmittag weiter mit dem Familienund Kindernachmittag mit «Beizlifest» und Barbetrieb.
Höhepunkte waren die diversen Konzerte der Brass-Band Auw, Heidegg Musikanten, Rüter Dorfspatzen, Pocket Rockets, aMix und der Ländlerfrönde Freiamt. Es waren viele strahlende Gesichter zu sehen. Nebst viel Musik hatte es für die kleinen Gäste Attraktionen wie eine Hüpfburg, Ponys, einen Schiessstand, ein riesiges Trampolin und auch ein Karussell.
Am Dienstagabend folgte der Abschluss mit dem «Fyrobebier» im Biergarten mit Grill und Unterhaltung von den «Die Jauks» und den «die rohrreichen sieben». Auch die weiteren Beizlis und Bars wurden etwas später geöffnet.
Kulinarische Höhenflüge
Festhütte, Lunapark, Biergarten, Grotto Ticinese, Grillstand, Mojito-Bar, Taverne, Kafi-Egge, Hirsche-Bar – die Auswahl war gross! Jedes Beizli wurde liebevoll und mottogerecht eingerichtet. Auch die Speisekarten waren passend zusammengestellt.
In den acht verschiedenen Beizlis wurden die Besucher kulinarisch vom Feinsten verwöhnt. Im Grotto Ticinese zum Beispiel gab es das bereits zur Tradition gewordene, Piccata mit Spaghetti oder Risotto, dazu das passende Boccalino Wein. Entsprechend gut besucht war dieses Festzelt. Auch ein Grillstand mit Pommes, Burger und Co. fehlte nicht. Für alle war etwas Passendes dabei.
Viele helfende Hände
Die Brass-Band Auw organisierte das Dorffest Auw bereits zum 57. Mal. Der Anlass konnte in den letzten Jahrzehnten die Grösse und Vielfalt festigen. Dank dekorativen und räumlichen Veränderungen der einzelnen Beizlis bleibt der Anlass attraktiv und reagiert auf neue Herausforderungen. So auch dieses Jahr mit der Neugestaltung der Mojito-Bar und dem Kafi-Egge. Nebst den 26 Mitgliedern der Brass-Band sind weitere rund 250 freiwillige Helfer im Einsatz. Die Helfer werden mit einem kleinen Stundenlohn entlöhnt. Ohne diese vielen Freiwilligen wäre ein solches Fest nicht realisierbar. Die Mitglieder der Brass-Band waren am Wochenende bis auf ein paar Stunden Schlaf im Dauereinsatz.
Die Sicherheit wird immer wichtiger und die Vorschriften aufwändiger. Gemäss Oliver Leu, OK-Präsident, ist das Sicherheitskonzept in den vergangenen Jahren von zehn auf zwanzig Seiten angestiegen. Dank professionellen Securitas kann dieses aber gut erfüllt werden.
Der Auf- und Abbau des Festgeländes beansprucht mehrere Tage und viele Helfer. Auch das Verständnis der Anwohner ist zwingend nötig. Leu ist der persönliche Kontakt zu ihnen wichtig, er beantwortet Reklamationen und Anfragen wenn immer möglich persönlich und ist für sie erreichbar.
Der Eintritt ist an allen Tagen kostenlos. Finanziert wird der Anlass durch die Konsumation der Besucher und durch Sponsorenbeiträge. Diese sollen tief bleiben, sind aber trotzdem nicht wegzudenken und bilden eine grosszügige Stütze. Vom Gewinn kann sich die Brass-Band ihr Vereinsleben mit den Instrumenten, Geselligkeiten und Wettbewerben leisten. Zusätzlich wird der Nachwuchs finanziell unterstützt wie Musikschüler und das Projekt «Gäch mit Bläch».
Das Auwer Dorffest ist aus dem Dorfleben längst nicht mehr wegzudenken. Viele freuen sich schon darauf, dass es nächstes Jahr wieder los geht!






