Am Schluss kommt es trotzdem gut
06.02.2026 MerenschwandDer Männerchor unterhielt in der ersten Stunde mit einem klangstarken Konzert. Danach beanspruchte die Theatergruppe die Bühne für ihre Komödie rund um Freundschaft, Verzweiflung und Sport.
IRIS CAGLIONI
Bereits zum dritten Mal ...
Der Männerchor unterhielt in der ersten Stunde mit einem klangstarken Konzert. Danach beanspruchte die Theatergruppe die Bühne für ihre Komödie rund um Freundschaft, Verzweiflung und Sport.
IRIS CAGLIONI
Bereits zum dritten Mal füllte sich die Benzenschwiler Turnhalle bis zum letzten Platz. Vor dem Konzert spielte der Zuger Toni Abächerli Unterhaltungsmusik auf der Handorgel. Sie untermalte das Stimmengewirr, das Klappern des Bestecks und das Lachen der Gäste. Die herum schwirrenden Helfer im Service bedienten bis zum letzten Moment vor dem Konzert die Gäste. Die Kulisse zeugte von Feierlaune und einem Abend voller Erwartungen auf gute Unterhaltung. Diese wurde denn auch geboten.
Männer mit starken Stimmen
Der schwere Vorhang öffnete sich, das Licht wurde zurückgedreht und die kräftigen Männerstimmen erklangen. Sänger Markus Wiederkehr fungierte als Moderator und lieferte dem Publikum wertvolle Zusatzinformationen zu den einzelnen Liedern deren Komponisten.
Unter der Leitung von René Amstutz gab der Chor vier A-cappella-Lieder und drei Stücke mit Klavierbegleitung zum Besten. Das vielseitige, anspruchsvolle Programm entlockte dem Publikum immer wieder kräftigen Applaus. Besonders eindrücklich war das Werk von Gerhard Winkler «Italienreise». Das achtteilige Lied beschrieb die italienische Lebensweise. Es handelte von Städten wie Neapel und Florenz, von der Insel Capri, vom südlichen Flair mit Weingenuss und gutem Essen.
Nach einem kräftigen Applaus gab der Chor noch eine Zugabe zum Besten und sang «Ergreift das Glas und stossed an», was denn an vereinzelten Tischen auch getan wurde. Das gut hörbare Klingen der Gläser unterstützte die Melodie.
Bevor das Theater startete, meinte Präsident Paul Huwiler: «Wir freuen uns immer, wenn neue Sänger unserem Chor beitreten. Kommt und singt mit uns. Männer, es macht wirklich Spass, einen Abend pro Woche nicht zu Hause zu verbringen.»
«Jetzt chunts ned guet!»
Die Komödie in drei Akten von Armin Vollenweider war überspitzt, und doch mutete die Handlung wie aus dem Leben gegriffen an. «Jetzt chunts ned guet!» war ein beliebter Spruch des Gastwirts Sepp Stalder (Peter Zimmermann). Er führt ein heruntergekommenes Restaurant – die «Sonne». Das zeigen die Müllsäcke bei der Eingangstüre sehr klar. Seine Frau und seine Serviertochter sind ihm bereits davon gelaufen. Um die Kasse etwas aufzubessern, veranstaltet er illegale Spielabende in seinem Säli. Er lässt es an Sauberkeit im und ums Restaurant fehlen und schwärzt seine Nachbarn bei der Gesundheitsinspektorin Frida Felber (Helene Schweizer) an. Auch schwindelt er den ermittelnden Polizisten Ötterli (Walter Mäder) an, der ganz eigenar tige Ermittlungsmethoden zum Besten gibt.
Die Frauen der Freunde
Dann sind da noch Stalders Freunde: Der Metzger Karl Sieber (Beat Zimmermann) und seine Gattin Senta (Rosi Gabriel) sowie der Bäckermeister Rolf Unger (Gery von Flüe) und seine Gattin Rosa (Marlies Konrad). Die Frauen stören sich ob der Sauerei rund ums Restaurant, die auch für üblen Geruch sorgt. Sie haben Angst, dass ihre Geschäfte, die ganz nah beim Restaurant Sonne sind, darunter leiden könnten.
Sie wissen um die illegalen Glücksspiele und ärgern sich darüber, dass ihre Männer so oft in der Beiz hocken, um Karten zu spielen. Viel lieber wäre es ihnen, die Männer würden arbeiten oder Sport treiben.
Die Sonne wir zum Sporthotel
Die Sport-Geschichte ändert sich aber, als die beiden neuen Angestellten des Wirts auftauchen und nebst dem Kochen und Bedienen der Gäste auch Walking-Touren anbieten. Denn sowohl der Metzger Karl als auch der Bäcker Rolf spüren den zweiten Frühling und werden walking-süchtig. Gabi Renfer (Manuela Feldmann) und Bea Heller (Andrea Hunziker) jagen die alten Männer durch die Gegend, trainieren, dehnen – und das jeweils mit ihrem einzigartigen Motivationssong. Schlussendlich werden die Lügen aufgedeckt, die falschen Anschuldigungen korrigiert, und die Frauen werden wieder versöhnlich.
Über alle drei Akte durfte das Publikum immer wieder herzhaft lachen. Die Mimik der Schauspieler, allen voran die von Gery von Flüe, war herrlich und sehr aussagekräftig.
Präsident Paul Huwiler dankte allen Mitwirkenden des Vereins: seinen Sängern und der Chorleitung sowie allen Schauspielern für ihren grossartigen Einsatz an den drei Abenden. «Ein spezieller Dank auch allen Helfern. Ohne sie wären solche Anlässe nicht möglich.» An jedem der drei Aufführungen konnten die Gäste ein köstliches Essen geniessen und mit einem Loskauf tolle Tombolapreise gewinnen.



