Altersforum Bezirk Muri 2026 in Sins
30.01.2026 InformationenBereits das 16. Altersforum Bezirk Muri konnte am 14. Januar im Zentrum Aettenbühl in Sins erfolgreich durchgeführt werden. Über 40 Personen aus Gemeinden, Organisationen und Institutionen sowie Fachpersonen nahmen daran teil. Hans-Peter Budmiger, Präsident der Fachgruppe ...
Bereits das 16. Altersforum Bezirk Muri konnte am 14. Januar im Zentrum Aettenbühl in Sins erfolgreich durchgeführt werden. Über 40 Personen aus Gemeinden, Organisationen und Institutionen sowie Fachpersonen nahmen daran teil. Hans-Peter Budmiger, Präsident der Fachgruppe «Alter und Gesundheit» im Vorstand des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt (REPLA), Gemeindepräsident von Muri und Grossrat, erläuterte die Aufgaben des Altersforums als Plattform für Austausch und Information. Zudem ging er auf die Rolle der Fachgruppe «Alter und Gesundheit» der REPLA als Projektinitiatorin und Ideengeberin ein und erwähnte die Festlegung des Pflegebettenrichtwertes als eine der generellen Aufgaben der REPLA.
Martin Abt von der Spitex Oberfreiamt präsentierte einen interessanten Input zum Thema «Pflegende Angehörige». Gemäss den gesetzlichen Vorgaben ist es möglich, Angehörige in einer privaten Pflegesituation bei Spitexorganisationen für die Grundpflege anzustellen. Die Spitex Muri und Umgebung sowie die Spitex Oberfreiamt haben sich dieser Herausforderung gestellt und die entsprechenden Kriterien und Rahmenbedingungen erarbeitet. Leistungen können ausschliesslich in der Grundpflege angeboten werden, zudem besteht für die Spitex-Organisationen keine Verpflichtung zur Anstellung. Eine Einführung ist geplant, jedoch stets unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen und mit einem schrittweisen Beginn. Der Anteil älterer Menschen wird in den kommenden Jahren weiter steigen, was zu einem erhöhten Bedarf an Gesundheitsleistungen führt, bei gleichzeitigem Fachkräftemangel. Eine Zusammenarbeitzwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Spitex-Organisationen erscheint deshalb weiterhin sinnvoll. Gleichzeitig führen zusätzliche Leistungen zu höheren sogenannten «Restkosten» für die Gemeinden, welche im Auge behalten werden müssen.
Projekt IDEAL
Jeanette Bucher vom Spital Muri und Patrick Ruoss von Ruoss Consulting präsentierten das Projekt «Integrierte Versorgung». Wie bereits mehrfach erwähnt, steht die Gesundheitsversorgung vor grossen Herausforderungen, die neue Ansätze erfordern, um eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Versorgung sicherzustellen. Genau hier setzt das Projekt IDEAL an. IDEAL steht für: integriert, digital, einfach, aufgehoben und lokal.
Die gesundheitspolitische Strategie des Bundesrates fordert eine Stärkung der integrierten Versorgung, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Leistungserbringern im Gesundheitswesen zu verbessern. Auch auf kantonaler Ebene wird dieses Thema vorangetrieben: Die gesundheitspolitische Gesamtplanung des Kantons Aargau (GGpl) betont, dass integrierte Versorgung digital vernetzt, qualitativ hochstehend und finanzierbar sein muss. Die Gemeinden spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie Teil einer Versorgungsregion sind und gefordert werden, dieses Modell aktiv mitzugestalten.
Um diese Ziele zu erreichen, haben sich verschiedene Akteure des Gesundheits- und Sozialwesens als Vertreterinnen und Vertreter ihres Bereichs zur Projektgruppe IDEAL zusammengeschlossen. In den vergangenen Monaten hat die Projektgruppe mögliche Lösungsansätze erarbeitet, um die integrierte Versorgung in der Region gezielt zu stärken. Zentrale Schwerpunkte sind dabei die Optimierung der Koordination zwischen allen beteiligten Stellen, die Verbesserung der Orientierung für die Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Aufbau eines übergeordneten, unterstützenden Anlaufpunkts.
Als Abschluss berichtete Ursula Guggenbühl, Stiftungsratspräsidentin des Zentrums Aettenbühl, über die Geschichte und die erfolgreiche Sanierung des Zentrums.
Das Altersforum zeigte, dass die Alters- und Gesundheitsarbeit in Bewegung ist und die relevanten Themen im Bezirk Muri aktiv aufgenommen werden. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Personen, die in den Projekten mitarbeiten und Resultate präsentieren, sowie den Teilnehmenden.
Hampi Budmiger, Muri

