Der letzte Montag stand für die Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe Sins ganz im Zeichen der Technik. Berufsbildner und Lernende aus verschiedenen Technikberufen haben ihre Branchen an der Oberstufe Ammannsmatt in Sins vorgestellt. Daneben haben auch Forschende und ...
Der letzte Montag stand für die Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe Sins ganz im Zeichen der Technik. Berufsbildner und Lernende aus verschiedenen Technikberufen haben ihre Branchen an der Oberstufe Ammannsmatt in Sins vorgestellt. Daneben haben auch Forschende und Studierende der ETH Zürich in Workshops aktuelle Forschungsprojekte präsentiert und die Jugendlichen hautnah daran teilhaben lassen.
Technikberufe kennenlernen
Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe befinden sich gerade mitten im Berufswahlprozess. Bewerben, Schnuppern und das Besuchen von Berufsmessen gehört im Moment zu ihrem Alltag, genauso wie Mathematik und Französisch. Bevor man sich für einen Lehrberuf entscheiden kann, gilt es, sich so umfassend wie möglich über die breite Welt der verschiedenen Berufe zu informieren. Am Aktionstag «Achtung, Technik, Los!» wurde den Jugendlichen genau diese Möglichkeit geboten. In kleinen Gruppen durften die Schülerinnen und Schüler kurze, interaktive Präsentationen zu den Berufen Automatiker/in, Zeichner/in, Informatiker/in und Elektroinstallateur/in erleben.
Bei den Automatikerinnen und Automatikern wurde den Jugendlichen von zwei Lernenden mithilfe von mitgebrachten Modellen aus erster Hand gezeigt, wie ein automatisiertes Förderband oder eine Seilbahn funktionieren. Ein Berufsbildner hat den Schülerinnen und Schülern den Beruf des Zeichners sehr anschaulich und mit berühmten Praxisbeispielen nähergebracht. Bei den ICT-Berufen hat ein Lernender seine selbst programmierte Website gezeigt. Ein Schüler meinte daraufhin, dass er gar nicht gewusst habe, dass es während der Lehre auch möglich ist, eigene Projekte umzusetzen. Ein angehender Elektroinstallateur hat den Schülerinnen erklärt, was der Unterschied zwischen einem Elektroinstallateur und einem Montage-Elektriker ist. Den Reaktionen von einigen Schülern zu entnehmen, war dieser Unterschied nicht allen klar.
Zukünftige Forscherinnen und Forscher
Neben den vorgestellten Lehrberufen wurden auch zwei Workshops von Forschenden und Studierenden der ETH Zürich angeboten. So wurde den Schülerinnen und Schülern auf spielerische Art und Weise ein Einblick in die Welt eines Studiums an einer weltweit führenden Hochschule gewährt. Beim ersten Workshop stand das Thema «Künstliche Intelligenz» im Fokus. Die Jugendlichen konnten ihre eigene künstliche Intelligenz in Form einer Fantasiefigur trainieren und diese anschliessend in eine virtuelle Welt entlassen. In dieser begannen die künstlichen Intelligenzen der Schülerinnen und Schüler, selbständig miteinander zu interagieren. Es wurde so gezeigt, dass eine künstliche Intelligenz nicht wirklich selbst denkt, sondern auch nur das weiss, was ihr an Daten zur Verfügung gestellt wird.
Im zweiten Workshop durften die Jugendlichen einen Thymio-Roboter programmieren. Dieser reagiert durch Sensoren auf seine Umgebung. Je nachdem, wie der Roboter programmiert wird, verhält er sich auf seine Umwelt anders. Die Schülerinnen und Schüler, mussten ihn so programmieren, dass er selbständig einen Parcours mit Hindernissen bewältigen kann. Einige Schülerinnen und Schüler waren dabei so sehr in ihrem Element, dass sie gar nicht mehr aufhören wollten.
Der Aktionstag «Achtung, Technik, Los!», welcher zum ersten Mal stattfand, wurde bei den Jugendlichen mehrheitlich positiv und mit Interesse wahrgenommen. Es sei vor allem wertvoll gewesen, dass viele Lernende vor Ort wären, welche direkt aus ihrem Arbeitsalltag berichten konnten, meinte eine Schülerin.
Für die Schule Sins: Jonas Reber