Abschlussarbeiten an der Oberstufe Sins
26.06.2026 SinsAm vergangenen Donnerstag- und Freitagabend wurde in Sins fleissig präsentiert. Während des letzten Semesters haben alle 134 Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen ein Projekt als Abschlussarbeit erstellt. Diese präsentierten sie nun.
...Am vergangenen Donnerstag- und Freitagabend wurde in Sins fleissig präsentiert. Während des letzten Semesters haben alle 134 Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen ein Projekt als Abschlussarbeit erstellt. Diese präsentierten sie nun.
MANUELA ROTH
Im Fach «Projekte & Recherchen» lernten die Schüler zuerst, was ein Projekt überhaupt ist. Im Dezember begann die konkrete Ideenfindung. Die Bandbreite der Arbeiten zeigt, wie viel möglich ist und wie herausfordernd es wohl war, sich auf ein Thema festzulegen. Spannend und realisierbar sollte es sein, weshalb viele sich an ihren Hobbys orientierten oder neue Leidenschaften durch das Projekt entdeckten. Die zeitlichen Ressourcen waren begrenzt. Es wurden Baupläne entworfen und realisiert, Recherchen durchgeführt, die Ergebnisse festgehalten, Experimente ausgewertet und zum Schluss die Präsentationen gestaltet. Wohl fast jeder hat dabei Rückschläge erlitten, Fehler gemacht, analysiert und Lösungen gesucht – es war Durchhaltewillen gefragt. Das stärkt für den Einstieg ins Berufsleben!
Voller Stolz wird präsentiert
Jeweils gut zehn Schüler und Schülerinnen haben gleichzeitig in unterschiedlichen Klassenzimmern ihre Arbeiten vorgestellt. Beeindruckend war, wie engagiert, mutig und top vorbereitet die Schüler und Schülerinnen präsentierten. Die Nervosität wich schnell dem Stolz. Zwischen den Präsentationen konnte man sich im «Pausenplatz-Beizli» verpflegen, wo feine Kuchen und Getränke angeboten wurden.
Von Liedern, Blusen und Velos
Levin Henseler und Sven Unternährer informierten über ihr in einem Film festgehaltenen Veloabenteuer. Als Einstieg zur Präsentation ist Levin direkt mit seinem Velo ins Klassenzimmer gefahren und hat für einen lustigen Überraschungseffekt gesorgt. Die beiden wollten mit ihren Fahrrädern alle Hauptorte der Schweiz durchfahren, mussten aber bald einsehen, dass die Zeit dafür zu kurz war. Sie konzentrierten sich darum auf ihren Film zur Velotour. Er dauert 48 Minuten – den Trailer dazu zeigten sie an der Präsentation. Beeindruckend sind die Zahlen zu ihrer Leistung: 55 Stunden waren sie auf dem Fahrrad unterwegs und sind 963 Kilometer und 10’300 Höhenmeter gefahren. Mehrere Platten mussten sie reparieren, sie sind durch den Regen gefahren und mussten morgens um 4 Uhr schon los. Es hat sich gelohnt – ihre Reise haben sie mit Drohnen auf Video festgehalten, 400 Gigabyte Daten wurden gespeichert, und in über 40 Stunden Arbeit haben sie diese dann perfekt zusammengeschnitten. Auf den fertigen Dokumentarfilm dürfen sie mächtig stolz sein!
Malik Widmer hat den Neuaufbau eines E-Bikes für sein Projekt gewählt. In rund 40 Stunden Arbeit hat er sein Rad komplett erneuert: frischer Lack, Sattel, Pneu usw. Dazu hat er auch noch einen passenden Veloständer gebaut. Er ist passionierter Hobby-Velomechaniker und wird sein Fahrrad nun selbst fahren. Es ist schliesslich ein Unikat. Und sollte etwas defekt sein – Malik weiss, wie er es reparieren kann.
Emma Hahn präsentierte ihre historisch-inspirierte Bluse, welche sie selbst genäht hat. Ein normales T-Shirt wiegt zirka 150 Gramm, ihre Bluse ein ganzes Kilo! Ihr Ziel ist es dennoch, diese bei einer passenden Gelegenheit auch mal anzuziehen. Nach Pannen wie dem falsch zugeschnittenen Schnittmuster hat sie ihre Arbeit immer wieder geduldig angepasst. Das Kleidungsstück ist gelungen und ebenfalls definitiv ein mit liebevollen Details gestaltetes Unikat!
Leonor Rodrigues stellte ihren sorgfältig produzierten Pop-Song vor. Diesen hat sie mit dem Programm «Bandlap» aufgenommen und unterlegte selbst Bass, Streicher, Echo, Klavier, Effekte und vieles mehr. Das Cover hat sie ebenfalls selbst gezeichnet.
Julia Balmer erstellte auch ein Lied, sie wählte aber die Musikrichtung Metal. Seit sie als kleines Mädchen am Instrumentenparcours der Musikschule war, träumt sie davon Musik zu machen. Sie unterlegte ihren Song mit weiteren Elementen und spielte ihn gleich selbst an der E-Gitarre.
Begleitet wurden die Schüler und Schülerinnen während der Projektzeit von einem ganzen Team aus Lehrern. Diese haben jeweils zu zweit auch die Bewertung der Präsentationen gemacht. Alle Schüler und Schülerinnen dankten am Schluss ihren Lehrpersonen, Helfern und Helferinnen sowie auch ihren Eltern. Die Jugendlichen dürfen stolz auf ihre Leistung sein!





