Schulschlussfeier zwischen Freude und Wehmut
11.07.2025 SinsWenn sich die Primarschule zur alljährlichen Abschlussfeier in der Turnhalle trifft, sind grosse Emotionen vorprogrammiert. Gemeinsam liess man das Schuljahr ausklingen und verabschiedete die beiden sechsten Klassen in Richtung Oberstufe.
EVELYNE HEEB
Wie ...
Wenn sich die Primarschule zur alljährlichen Abschlussfeier in der Turnhalle trifft, sind grosse Emotionen vorprogrammiert. Gemeinsam liess man das Schuljahr ausklingen und verabschiedete die beiden sechsten Klassen in Richtung Oberstufe.
EVELYNE HEEB
Wie nahe Freude und Wehmut, Abschied und Aufbruch beieinander liegen, zeigte sich am Donnerstag vergangener Woche auf dem Schulareal Letten. Pünktlich um 13.30 Uhr versammelten sich rund 250 Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Eltern und Geschwister in einem grossen Rund, um gemeinsam das Ende des Schuljahres zu feiern. Es wurde getanzt, gesungen, gelacht – und auch ein paar Tränen wurden vergossen. Lehrer Markus Bühl führte durch die rund einstündige Feier, auf die das traditionelle Fussballspiel zwischen Lehrpersonen und Sechstklässlern folgte. Nach 26 Jahren hoffte das Schülerteam endlich auf seinen ersten Sieg.
Mitreissend, schwungvoll und akrobatisch
Schon die erste Darbietung sorgte für Partystimmung in der Halle. Die Cowgirls und Cowboys der EK2 entführten das Publikum mit einem mitreissenden Line Dance in den Wilden Westen. Ebenso schwungvoll präsentierten sich die Klassen 2b und 4a und liessen die Temperaturen in der Halle weiter steigen. Während die Jüngeren mit einem feurigen Flamenco südländisches Temperament zeigten, glänzten die Älteren mit einem Schweizer Samba.
Die Kinder der 2a nahmen die Gäste mit in eine erfrischend bunte Unterwasserwelt. Sie sangen das Lied «Unter dem Meer» aus dem Disney-Film «Arielle, die Meerjungfrau». Etwas Melancholie lag in der Luft, als die 4b «My Bonnie is over the Ocean» zum Besten gab – ein Lied voller Sehnsucht und Hoffnung auf Wiedersehen. «Genauso, wie ihr euch nach den Sommerferien hoffentlich wieder auf eure Gspänli freut», sagte Lehrer Adrian Wymann an die Kinder gewandt.
Auch die beiden Abschlussklassen bereicherten die Feier mit einer Darbietung. Die Mädchen der 6b zeigten eine akrobatische Choreografie am Schulstufenbarren, und die 6a liess in ihrem selbst geschriebenen Lied die letzten beiden ereignisreichen Schuljahre Revue passieren. Mit Erinnerungen an Ausflüge in den Seilpark und in die Badi, ans Zelten, Wandern, Dampfschifffahren und Schlittschuhlaufen.
La Ola mit dem Gemeinderat
«Nach diesem Rückblick möchte ich auch nochmals zur Schule – zumindest für drei Monate», scherzte Gemeinderat Pius Vogel, der es sich nicht nehmen liess, einige persönliche Worte an die Anwesenden zu richten. Er dankte zudem allen Beteiligten, die nach der Kündigung der Schulleitung im Winter für einen reibungslosen Weiterbetrieb gesorgt hatten.
Dann initiierte er die zur Tradition gewordene La-Ola-Welle. Und spätestens bei seiner Frage: «Wer gewinnt das nachfolgende Fussballspiel?» kochte die Halle. Die Antwort kam lautstark: «Die Schüler!»
Verabschiedung der Sechstklässler
Anschliessend wurden die 42 zukünftigen Oberstufenschüler einzeln aufgerufen und unter tosendem Applaus ins grosse Rund gebeten. Ihre Patenkinder aus der ersten Klasse, mit denen sie während des Jahres gemeinsame Aktivitäten erlebt hatten, überreichten ihnen kleine Abschiedsgeschenke. Nach einem letzten Dank beendete Bühl den offiziellen Teil in der Turnhalle und entliess die Schülerschar zum finalen Kräftemessen auf den Fussballplatz.
Verloren, und doch gewonnen
Beim Spiel der Spiele gingen die Emotionen noch einmal hoch. Das Schülerteam war nahe dran, den routinierten Lehrpersonen die erste Niederlage zuzufügen. Und doch reichte es knapp nicht. Trotz lautstarker Unterstützung der grossen Fangemeinde, die eigens ein «Hopp Schüler»-Plakat gebastelt hatten, ging das Spiel mit 1:2 verloren.
So endete die Primarschulzeit für die Sechstklässler mit der Erkenntnis, zwar ein Fussballspiel verloren, dafür viele Freundschaften hinzugewonnen zu haben. Freude und Wehmut lagen an diesem letzten Schultag definitiv nah beieinander.