Auf Einladung des Natur- und Vogelschutzvereins Oberfreiamt führte Stefan Staubli, Förster des Reviers Oberfreiamt, Mitte Juni interessierte Naturliebhabende fachkundig durch den Auwer Wald. Der Wald spendete an diesem sehr heissen Tag Kühlung und demonstrierte, warum er für ...
Auf Einladung des Natur- und Vogelschutzvereins Oberfreiamt führte Stefan Staubli, Förster des Reviers Oberfreiamt, Mitte Juni interessierte Naturliebhabende fachkundig durch den Auwer Wald. Der Wald spendete an diesem sehr heissen Tag Kühlung und demonstrierte, warum er für das Klima und uns Menschen sowie tausende von anderen Lebewesen so wichtig ist.
Ein Förster muss Jahrzehnte im Voraus planen. Bäume, die als Keimling aus dem Waldboden spriessen, können erst Generationen später geerntet werden. Dies geschieht in Auw schonend, durch selektives Fällen. So entsteht ein sogenannter «Dauerwald».
Die richtigen Bedingungen – ein Zusammenspiel von Nährstoffen, Licht, Wasser und Temperatur – sind für das Wachstum einer jeden Pflanze entscheidend und unterscheiden sich von Baumart zu Baumart.
Steigende Temperaturen machen gerade der Fichte, aber auch mehr und mehr der Rotbuche zu schaffen. Andere Bäume, wie die Stieleiche oder die Hagebuche kommen mit diesen Bedingungen besser zurecht und werden daher gefördert. Ziel ist es, einen gesunden Mischwald entstehen zu lassen.
Über viele Jahrzehnte ist ein Baum Lebensraum und Nahrungsgrundlage, für Säugetiere, Vögel, Insekten, Pilze, Flechten und viele andere Lebewesen. Selbst als Totholz ist er zum Beispiel für den Specht oder den Hirschkäfer wertvoll. Stefan Staubli erklärte, dass einzelne Biotopbäume daher nicht genutzt werden und von Baumpaten erworben werden können. Mehr erfährt man unter https://www.waldkommunal.ch/baumpartnerschaft.
Für den Verein: Georg Thies