Jetzt sind Sie bald 100 Tage Gemeinderätin in Sins. Sind Sie gut im Amt angekommen?
pd | Grundsätzlich bin ich gut angekommen – also ja. Ich bin aber der Meinung, völlig angekommen bin ich noch nicht, es ist ein laufender Prozess. Ich brauche ...
Jetzt sind Sie bald 100 Tage Gemeinderätin in Sins. Sind Sie gut im Amt angekommen?
pd | Grundsätzlich bin ich gut angekommen – also ja. Ich bin aber der Meinung, völlig angekommen bin ich noch nicht, es ist ein laufender Prozess. Ich brauche sicher noch Zeit, bis ich vollumfänglich eingearbeitet bin und meinen Weg gefunden habe.
Wie haben sich Ihre Erwartungen und Vorstellungen in der ersten Amtszeit erfüllt? Wie sieht die zeitliche Belastung aus?
Es ist eine sehr spannende Arbeit, die mir viel Einblick in Sachthemen gewährt, mit denen ich mich bis jetzt wenig befasst habe. Die Perspektiven und Sichtweisen zu Themen schärfen sich mit der Arbeit. Die Arbeitsauslastung ist aus meiner Sicht bedeutend höher, als ich es erwartet habe und mir angekündigt wurde. Ich darf an vielen Sitzungen teilnehmen oder die Gemeinde Sins repräsentieren, was viel Zeit in Anspruch nimmt.
Welche ersten Eindrücke haben Sie aus Ihrer politischen Arbeit in den Ressorts Einbürgerungen, Kindes- und Erwachsenenschutz, Gesundheit und Soziales?
Die politische Arbeit bereitet mir sehr viel Freude. Bei der Einbürgerung kann den Menschen eine Chance gegeben werden, die sich mit der Schweiz befassen und für den Schweizer Pass gut vorbereitet haben. Weiter durfte ich mir einen Eindruck verschaffen, wie das System der Sozialhilfe, im Speziellen in unserer Gemeinde, funktioniert. Mir war zu wenig bewusst, wie viele Menschen nicht so privilegiert leben und wenig Perspektiven haben. Unsere materielle Hilfe kommt da an, wo wirklich Hilfe benötigt wird. Unserem breiten und gut ausgearbeiteten Gesundheitswesen müssen wir zudem Sorge tragen.
Welche wichtigen Ziele in Ihrer Ressortarbeit sehen Sie in der laufenden Legislatur?
Mir ist wichtig, dass ich mir einen vertieften Überblick in meinen Ressorts verschaffen kann. Nur so kann ich mir eine fundierte Meinung in meinen oder auch anderen Bereichen bilden. Zudem habe ich gesehen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden ist. Selbst im Sozialhilfesystem sind Möglichkeiten offen, dies auszubauen.
Haben Sie als neue Gemeinderätin einen Wunsch an die Bevölkerung?
Im Gemeinderat werden viele Entscheidungen getroffen, die häufig umgeben sind von starren Vorgaben. Meine Erfahrung ist es, dass wir im Gremium möglichst die beste Lösung für die Sinser Bevölkerung und Sins erarbeiten. Die Bitte wäre es, dass man nicht alles nur schwarz-weiss sehen kann, sondern dass es auch viele Graubereiche gibt, um so ein Resultat zu erreichen, hinter dem möglichst viele stehen können. Es gibt also nicht nur gut oder schlecht, wenn man einen Weitblick zulässt. Das sind meine ersten Erkenntnisse in dieser kurzen Amtszeit.