Die Befürworter der Individualbesteuerung versprechen ein einfacheres Steuersystem. Ein Blick auf die Vorlage zeigt jedoch: Das Gegenteil ist der Fall. Auf die Bevölkerung käme ein massiver bürokratischer Mehraufwand zu. Jedes Ehepaar müsste künftig zwei separate ...
Die Befürworter der Individualbesteuerung versprechen ein einfacheres Steuersystem. Ein Blick auf die Vorlage zeigt jedoch: Das Gegenteil ist der Fall. Auf die Bevölkerung käme ein massiver bürokratischer Mehraufwand zu. Jedes Ehepaar müsste künftig zwei separate Steuererklärungen ausfüllen, was rund 1,7 Millionen zusätzlichen Dossiers pro Jahr entspricht. Alle heute gemeinsam deklarierten Positionen wie Vermögen, Schulden, Hypotheken, Liegenschaftsunterhalt oder Kinderabzüge müssten künstlich aufgeteilt werden. Das schafft unzählige neue Abgrenzungsfragen: Wer hat was bezahlt? Wem gehört welcher Anteil? Die Steuererklärung wird zum Papierkrieg. Dazu kommt die Kostenlawine: Die Kantone müssten über tausend zusätzliche Steuerbeamte einstellen und ihre IT für Millionenbeträge umbauen. Anstatt den Staat zu schlanken Prozessen zu führen, entsteht ein teures, komplexes und ineffizientes System. Es ist Zeit, der Einführung dieser unnötigen Bürokratie eine klare Absage zu erteilen und am 8. März 2026 die Individualbesteuerung abzulehnen.
Ralf Bucher, Mühlau, Grossrat Die Mitte