Der Verein St. Burkard hat sich mit dem Theaterstück «Keis Wunder, es Wunder» an ein anspruchsvolles und zugleich sehr aktuelles Thema gewagt. Autor und Regisseur Walter Küng hat es ausgezeichnet verstanden, anhand der Geschichte rund um den Kirchenpatron St. Burkard die ...
Der Verein St. Burkard hat sich mit dem Theaterstück «Keis Wunder, es Wunder» an ein anspruchsvolles und zugleich sehr aktuelles Thema gewagt. Autor und Regisseur Walter Küng hat es ausgezeichnet verstanden, anhand der Geschichte rund um den Kirchenpatron St. Burkard die verschiedens - ten Facetten von Glaubens- und Sinnfragen kritisch zu beleuchten – ohne dabei abschliessende oder allgemeingültige Antworten vorzugeben.
Traditionelle, dogmatische geprägte Vorstellungen prallten auf atheistische Überzeugungen. Heftige Auseinandersetzungen innerhalb von Familien und Freundschaften wurden eindrücklich und lebensnah dargestellt.
Das Stück, das an verschiedenen Schauplätzen und in den Quartieren von Beinwil vor einer wunderbaren Kulisse aufgeführt wurde, verlieh dem Theater einen ganz besonderen Charakter. Sämtliche Schauspielerinnen und Schauspieler – meist Laien aus Beinwil – haben mit viel Engagement und Spielfreude überzeugt. Auch der kleine Chor bereicherte das Schauspiel mit seinen dezenten und harmonischen Klängen auf wohltuende Weise.
Besonders eindrucksvoll war der Schluss unterhalb der Kirche: Fast konnte man glauben, St. Burkard selbst habe seine Hand im Spiel und versuche, die kritischen Stimmen mit den traditionellen zusammenzuführen, um Lösungen für die heutige Zeit zu finden. Gleichzeitig näherte sich eine fast mystisch anmutende Prozession mit Reitern, Fahnenträgern und kirchlichem Gesang. Diese Bilder erinnerten sicher viele – darunter auch mich – an vergangene, unbeschwertere Zeiten und gingen tief unter die Haut.
Liebe Mitwirkende: Was ihr auf die Beine gestellt habt, war ein Theatererlebnis, das weit über eine gewöhnliche Aufführung hinausging. Ihre alle – ob in einer kleinen oder grossen Rolle – habt mit eurem Einsatz, eurem Können und eurer Begeisterung dazu beigetragen, dass «Keis Wunder, es Wunder» zu einem ganz besonderen Erlebnis wurde.
Ihr habt uns zum Staunen und vor allem zum Nachdenken gebracht. Ihr habt uns berührt und uns mit Bildern und Momenten beschenkt, die noch lange nachwirken werden.
Dafür euch allen ein ganz herzliches Dankeschön!
Urs Hoppler, Muri