Wie finde ich mein Lieblingsinstrument?
13.03.2026 Musik/KulturAm Samstag fand in Oberrüti der Instrumentenparcours statt. Ausprobieren und Kennenlernen standen im Vordergrund. Rund 20 Besucherinnen hatte der Musikschulleiter Thomas Leu erwartet – über 50 sind gekommen! Was für ein Erfolg.
MANUELA ROTH
...Am Samstag fand in Oberrüti der Instrumentenparcours statt. Ausprobieren und Kennenlernen standen im Vordergrund. Rund 20 Besucherinnen hatte der Musikschulleiter Thomas Leu erwartet – über 50 sind gekommen! Was für ein Erfolg.
MANUELA ROTH
Am Samstagmorgen war im Oberrüter Schulhaus viel los. Nicht nur in der Turnhalle, sondern auch in vielen Nebenräumen und im Schulhaus wurden Instrumente gut verteilt aufgestelltund Plakate mit Wegweisern aufgehängt. Elf top-motivierte und bestensgelaunte Musiklehrpersonen warenbereit, ihre Instrumente dem Nachwuchs näher zu bringen.
Bereit für die Nachwuchsmusiker
Die Musiklehrpersonen trafen sich zur Vorbesprechung in der Turnhalle. Der Schulleiter motivierte sympathischzum Akquirieren neuer Schüler.Die Lehrpersonen probten kurz dengemeinsamen Schluss-Song und warendann bestens vorbereitet für das Publikum. «Seid nicht enttäuscht, wennheute nur zirka 20 Kinder kommen»,meinte Leu. Am Vortag hatte bereitsein Instrumentenparcours in Auw Oberfreiamtanzeiger 68x30mm statt gefunden und am kommenden Neu ab 01/2020 Samstag wird der grosse Parcours in Sins sein.
Achtung, fertig, los
Kurz vor 9.30 Uhr strömten die ersten Kinder mit ihren Eltern in die Turnhalle – und es ging nicht lange, da wusste man: Das sind wesentlich mehr als die 20 erwarteten Kinder. Pünktlich star tete der Musikschulleiter mit einer kurzen Ansprache. Er erklärte die Broschüre, die im Foyer auflag. Die Kinder können darin markieren, welche Instrumente ihnen besonders gut gefallen haben. Und, wie Leu gewinnend meinte: «Ich hoffe für euch Eltern, dass es nicht zehn Instrumente sind, die eure Kinder ausmalen.» Anschliessend stellten die verschiedenen Musiklehrpersonen ihre Instrumente vor – die einen mit kreativen Geschichten, die anderen kurz und bündig. Urs Leu, passionierter Keyboardlehrer, erklärte dem Publikum: «Das Keyboard ist das modernste Instrument – es kann nämlich alle Instrumente in einem spielen.»
Wie emotional Musik berühren kann, wurde schnell spürbar. Das ein oder andere «Oh, schön!» war zu hören. Und spätestens als Klavierschüler Fabrice in die Tasten haute und dazu in umwerfender Perfektion das Lied «When I was your men» sang, lief dem Publikum ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Ein Riesentalent – wie auch der anwesende Gesangslehrer lobend anerkannte und ihm die Hand reichte.
Zum Abschluss wurde in globo mit allen vorhandenen Instrumenten das Lied «YMCA» gespielt, und die Stimmung war entsprechend top.
Ausprobieren, kennen lernen
Nun waren die Kinder mehr als bereit, sich an die Instrumente zu wagen. Keyboard, Schlagzeug, Akkordeon, Schwyzerörgeli, Blechblasinstrumente, Flöte, Xylophon, Klavier usw. – alles, was das Herz begehrte, war vor Ort. Die Mutigen setzten sich zügig an die Instrumente und probierten nach Lust und Laune. Die Schüchternen waren eher als Zuschauer mit dabei. Nach gut zwei Stunden waren auch die Letzten wieder nach Hause gegangen – und dort wurde dann sicher fleissig über die Instrumentenwahl diskutiert. Übrigens: Üben sollten die Kinder etwa 15 Minuten pro Tag. Wichtiger als die Zeit ist es aber, dass sie konzentriert und motiviert arbeiten.
Musikschule Region Sins
Die Musikschule Sins zählt aktuell 402 Fachbelegungen. Das meiste sind Primarschüler, aber auch Oberstufenschüler und erwachsene Teilnehmer sind vorhanden. «Die Pool-Stunden in Sins und Oberrüti sind für uns sehr wichtig», erklärte Leu. Den Stundenund Raumplan für die Musikschule zu erstellen sei durch die vielen Lehrer und Standorte eine riesige Herausforderung. Ohne Pool-Stunden, in denen die Schüler während des Unterrichts die Musikschule besuchen können, würde dies nicht funktionieren. Angeboten werden Einzellektionen oder, je nachdem, auch Gruppenunterricht. Die Anmeldung erfolgt bis 22. April, und der Unterricht muss jeweils für ein ganzes Schuljahr besucht werden.
Heutzutage ist der Start mit Flötenunterricht nicht mehr so gang und gäbe wie früher. Kinder können gemäss Leu bereits ab der ersten Klasse auch andere Instrumente erlernen. Wichtig hierbei ist die Konstitution der Kinder. Für kleine Finger und Händchen sind noch nicht alle Instrumente geeignet. Am beliebtesten sind weiterhin: Klavier, Schlagzeug, Keyboard und Gitarre.
Morgen Samstag, 14. März bietet sich allen Unschlüssigen nochmals eine Chance zum grossen Ausprobieren: In Sins findet von 9.30 bis 12 Uhr der Instrumentenparcours im Schulhaus Letten statt. Es werden 15 Musikschullehrer mit rund 22 verschiedenen Instrumenten anwesend sein. Schauen Sie vorbei!





