Das Spital Muri ideell und materiell unterstützen – darum geht es der unabhängigen Gönnervereinigung Pro Spital Muri. Ergänzend zu den bescheidenen Mitgliederbeiträgen hat ein grosszügiges Legat den Handlungsspielraum erhöht.
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Das Spital Muri ideell und materiell unterstützen – darum geht es der unabhängigen Gönnervereinigung Pro Spital Muri. Ergänzend zu den bescheidenen Mitgliederbeiträgen hat ein grosszügiges Legat den Handlungsspielraum erhöht.
tst/red | Jährlich ermöglicht die Gönnervereinigung dem Spital Muri Anschaffungen, die über das hinausgehen, was für die Erfüllung der Kernaufgabe dringlich notwendig ist, aber den Mitarbeitenden und Patienten dennoch einen Mehr wert bringt. Letztes Jahr wurde etwa der Eingangsbereich neu gestaltet. Zudem spendete Pro Spital Muri eine Matratze zur automatisierten, schmerzfreien Umpositionierung von Patienten. Das schützt vor Wundliegen und entlastet das Pflegepersonal.
Das Spital stützen und stärken
Das Spital darf jeweils seine Wünsche angeben, daraus sucht der Vorstand der Gönnervereinigung aus, was er der Generalversammlung vorschlagen möchte. Für das laufende Jahr sind es eine mobile Besprechungsbox für vier Mitarbeitende – oder etwas gedrängt auch mal sechs –, eine mobile Serviceund Grillstation zur Verköstigung der Mitarbeitenden im Freien und ein «Snoezelen»-Wagen zur Sinnesförderung direkt am Patientenbett.
Insgesamt kostet dies 34’000 Franken. Das will sich die Gönnervereinigung einstimmig leisten. Und das kann sie sich auch leisten: «Der Verein ist in den Genuss eines Vermächtnisses gekommen», durfte Präsidentin Yvonne Leuppi verkünden. Konkret geht es um eine Einzelspende von 200’000 Franken, die im September 2025 vermeldet wurde. «Das hat uns mit grosser Freude und einem Gefühl der Dankbarkeit erfüllt», so Leuppi. Zudem wertet sie die Spende als starkes Signal, das Spital zu stützen und zu stärken.
Nebst Leuten, die einen namhaften Beitrag spenden, ist die Vereinigung auf regelmässige Gönnerbeiträge angewiesen. Der Bestand nahm zuletzt bei 61 Aus- und 14 Eintritten auf 760 Mitglieder ab, der Mitgliederbeitrag ist mit 20 Franken bescheiden. Und dabei bleibt es – zumindest vorerst. Doch der Vorstand sei am Diskutieren, aufs kommende Jahr eine Erhöhung vorzuschlagen.
Sandra Passerini gewählt
Im Vorstand müssen zwei Rücktritte zur Kenntnis genommen werden: Bruno Breitschmid tritt nach 13 Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl an. Vizepräsident Rico Hartmann würdigt ihn als kollegial, engagiert und gut vernetzt. Seit 2022 war Michaela Allemann-Koch als Aktuarin im Vorstand, wo sie nicht nur mit grosser Sorgfalt protokolliert, sondern auch ihre Ideen eingebracht hat. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden diskussionslos im Amt bestätigt. Neu komplettiert Sandra Passerini das Gremium. Mit sechs Vorstandsmitgliedern ist die statutarische Vorgabe von fünf bis sieben erfüllt. Yvonne Leuppi bleibt Präsidentin. Und gemeinsam mit Beatrice Koller-Wiederkehr wird sie die Gönnervereinigung weiterhin in der Stifterversammlung des Spitals vertreten.
Dernière für Sabina Rüttimann
Traditionell kommen an der GV des Gönnervereins jeweils auch die strategische und operative Spitalleitung zu Wort. Letztmals in ihrer Rolle als Stiftungsratspräsidentin liess es sich Sabina Rüttimann nicht nehmen, der Gönnervereinigung ihren Dank auszusprechen. Ihren Nachfolger Pascal Gregor hat sie gleich mitgebracht.
Auch Spital-CEO Daniel Strub blickt nochmals auf den Strategieprozess zurück und auf die politischen Vorgaben bezüglich Wirtschaftlichkeit. Demnach braucht das Spital eine Gewinnmarge vor Abzug von Zinsen und Abschreibungen von zehn Prozent respektive einen jährlichen Gewinn von acht Millionen Franken, um den künftigen Investitionsbedarf abdecken zu können.