Seit langer Zeit träumte ich immer wieder davon, in Auw direkt den Bus nach Muri zu nehmen. Anfangs war ich noch allein, doch von Monat zu Monat stiegen immer mehr Leute ein – darunter viele, die im Industriegebiet Muri ausstiegen.
Und dann, plötzlich, im Februar: Ich sah ...
Seit langer Zeit träumte ich immer wieder davon, in Auw direkt den Bus nach Muri zu nehmen. Anfangs war ich noch allein, doch von Monat zu Monat stiegen immer mehr Leute ein – darunter viele, die im Industriegebiet Muri ausstiegen.
Und dann, plötzlich, im Februar: Ich sah tatsächlich einen Bus von Auw nach Muri fahren. Ich schaute auf den Fahrplan – und meine Augen täuschten mich nicht. Diese Verbindung gab es wirklich: einen Ersatzbus während der Bahnarbeiten, der Muri in nur 12 Minuten erreichte. Freudig stellte ich fest, dass ich Veranstaltungen in Muri nun auch mit dem ÖV besuchen könnte, da es Verbindungen sogar nach 21.19 Uhr gibt. Eine Busverbindung, die viele Menschen nachhaltig zum Umsteigen motivieren könnte. Sie würde das Verkehrsaufkommen reduzieren und gleichzeitig das Haushaltsbudget vieler Familien um mehrere Tausend Franken entlasten – weil man endlich auf ein Zweitauto verzichten könnte.
Bald wurde mir auch klar, dass sich dadurch kombiniert die Fahrzeit von Abtwil nach Muri und nach Wohlen verkürzen liesse. Das oberste Freiamt würde damit im öffentlichen Verkehr endlich fast gleich behandelt wie der Rest des Kantons. Ein zweiter Blick auf den Fahrplanaushang zeigte jedoch, dass dieser Traum nur bis zum 13. März dauert. Es wäre ein nachhaltiger grosser Gewinn für das Oberfreiamt gewesen, wenn diese Busverbindung geblieben wäre.
Doch Träume sind eben Schäume. Gerhard Imbach, Auw