Am ersten Frühlingsfest der Pflegi Muri wurde generationenübergreifend gefeiert. 800 bis 900 Festbesucher hat sich die Pflegi Muri erhofft. Schliesslich waren es über 1’000, die am Frühlingsfest mitfeierten.
ts | Schon zum Brunch haben ...
Am ersten Frühlingsfest der Pflegi Muri wurde generationenübergreifend gefeiert. 800 bis 900 Festbesucher hat sich die Pflegi Muri erhofft. Schliesslich waren es über 1’000, die am Frühlingsfest mitfeierten.
ts | Schon zum Brunch haben 120 Personen in die Pflegi Muri gefunden. Alles in allem dürften es über 1’000 gewesen sein, die das erste Frühlingsfest nicht nur zur Feier für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern zu einem Anlass der Begegnung für Muri und Umgebung werden liessen.
«Nicht gut», sagte die Frau, gefragt nach ihrem Befinden. Feinfühlig kam der Clown dennoch mit ihr ins Gespräch. Als sie sich als «alti Koffere» bezeichnete, sprach er stattdessen von einer Antiquität. Einer Antiquität, der man Sorge tragen müsse. Und spätestens, als er auf dem an seinem Oldtimer-Velo montierten Grammophon eine Walzerplatte auflegte und mit der Frau im Rollstuhl zu tanzen begann, strahlten die Augen der 97-Jährigen. Und auch die ihrer Tochter.
Abwechslung im Alltag
Er sei nur ein kleiner Einzelclown, sagte Marcel Briand später. Einer, der in der Pflegi Muri mit seiner humorvoll-wertschätzenden Interaktion seit Jahren alle zwei Wochen Freude verbreitet. «Jetzt bin ich wegen der Bratwurst da», teilte er mit, ganz in seiner Rolle als Spassmacher.
Der beschriebene Austausch stand sinnbildlich für ein Fest, an dem das Miteinander im Vordergrund war. Der Austausch zwischen Bewohnenden und Mitarbeitenden, Familien und Besuchern, Jung und Alt. Zur jungen Fraktion unter den Mitarbeitenden gehörten Samuel Frey, angehender Koch im zweiten Lehrjahr, und Devin Weibel, KV-Lernender im dritten Lehrjahr. Sie leisteten im Höfligarten freiwillig ihre Helferschicht am Glücksrad-Stand, welchen sie mit dem HR-Team organisiert hatten. «Ich finde es eine coole Abwechslung», sagte Weibel über das Frühlingsfest. Frey hat schon am Vormittag beim Brunch mit angepackt. Unter anderem habe er Früchte aufgeschnitten, erzählte er.
Nebenan an den Tischen verblüffte ein Tischzauberer die Gäste. Vor der Pflegi-Westfassade liessen sich an einem Stand Artikel aus der Aktivierung erwerben. Oder selber Blumentöpfe bemalen und bepflanzen. Letzteres liess sich auch Familie Brechbühl nicht entgehen. Bevor Mutter Monika ihre Helferinnenschicht am Festbetrieb antrat, durften sich Yara und Lotta hier sichtlich begeistert kreativ betätigen. Mit dem Kinderschminken und dem Windrad-Basteln lockten weitere Attraktionen für Kinder – und ermöglichten die angestrebte Durchmischung der Generationen, das miteinander Feiern.
Einblicke in den Pflegi-Alltag
Eine Schnitzeljagd führte Interessierte über das ganze Areal und konfrontierte sie mit allerlei spannenden Fragen. Auf den geführten Rundgängen erhielten die Gäste zudem Einblicke in den Pflegi-Alltag. Vor dem Restaurant Benedikt sorgten die «Plagiators» um Martin Perini für Stimmung mit ihren spannenden Interpretationen von bekannten Songs aus verschiedenen Musikrichtungen. Spontan stimmten sie einen Geburtstagssong an und richteten sich dazu eigens nach dem hinter der Bühne platzierten Jubilar aus.
«Wir sind megazufrieden», zog Organisator Dennis Lehmann, Leiter Hotellerie, Bilanz. Ein Fest für die Bewohnerinnen und Bewohner, die Mitarbeitenden, die Angehörigen und das ganze Dorf sollte es werden. Und die Premiere hat die Erwartungen gänzlich erfüllt, ja übertroffen. «Wir sind megastolz, dass das Frühlingsfest solch einen Anklang gefunden hat», sagt Lehmann. «Das schreit auf jeden Fall nach einer Fortsetzung im nächsten Jahr.»