Sins: Offizielle Mitteilungen, 16.10.2026
16.10.2026 Sins: offizielle MitteilungenNeugestaltung Bahnhofplatz: Kredit
Der Bahnhofplatz Sins soll neugestaltet und mit einem neuen Busbahnhof ergänzt werden. Die Stimmberechtigten haben den Weg dazu in zwei Schritten geöffnet: 2024 mit dem Planungskredit von 100’000 Franken, 2025 mit dem ...
Neugestaltung Bahnhofplatz: Kredit
Der Bahnhofplatz Sins soll neugestaltet und mit einem neuen Busbahnhof ergänzt werden. Die Stimmberechtigten haben den Weg dazu in zwei Schritten geöffnet: 2024 mit dem Planungskredit von 100’000 Franken, 2025 mit dem Projektierungskredit von 340’000 Franken, an die der Kanton 50 Prozent beiträgt. Nun liegt das Bauprojekt der Schneider & Schneider Architekten AG, Aarau vor. Es geht um den Verpflichtungskredit für die Ausführung.
Das Projekt umfasst den Neubau des Busbahnhofs mit Lärmschutzwand und Stahlkonstruktion, die neu gestaltete Platzfläche mit drei Haltekanten sowie die gesamte Umgebung. Dazu kommen die Abstimmung mit den SBB und die notwendigen Tiefbauarbeiten. Die Projektführung liegt bei der Gemeinde Sins.
Der Bahnhofplatz ist Umsteigeort, Treffpunkt, Vorplatz von Geschäften und Verkehrsfläche zugleich. Wie er gestaltet werden kann, hängt direkt vom Temporegime ab. Der Gemeinderat setzt sich für eine Begegnungszone mit Tempo 20 ein. Damit entsteht eine einheitlich gestaltete Fläche, auf der die Zufussgehenden den Vortritt haben und Bus, Auto und Velo nebeneinander Platz finden. Das Befahren des Platzes bleibt möglich. Der barrierefreie Zugang zum Bahnhof ist ein zentrales Anliegen; die Blindenführung ist in der Ausführung berücksichtigt. Ebenso ist sichergestellt, dass die Busse wenden können und dass ein angemessener Grünbereich entsteht. Die angrenzende Bahnhofstrasse richtet sich nach dem rechtsgültigen Gestaltungsplan «Bahnhofpark».
Der bereinigte Kostenvoranschlag vom 24. Juli 2026 weist einen Kreditrahmen von 5’795’000 Franken aus. Der Gemeinderat hat den Kostenvoranschlag optimiert: Der Platz wird in Asphalt statt in Beton ausgeführt, was 200’000 Franken spart. Die drei Haltekanten werden hingegen in Beton erstellt, damit sie langlebig bleiben; dies kostet 60’000 Franken zusätzlich. Daraus ergibt sich der beantragte Kredit von 5’795’000 Franken inklusive Mehrwertsteuer. An diesen Kosten beteiligen sich auch die SBB und der Kanton. Die Kostenteilung ist ausgehandelt: Die Gemeinde Sins trägt 50 Prozent des Gesamtprojekts, das sind 2’897’500 Franken. Beantragt wird der Bruttokredit, weil die Gemeinde das Projekt führt und die Rechnungen stellt. Über den Kreditanteil der Gemeinde wird an der Gemeindeversammlung vom 25. November befunden.
Bahnhofstrasse: Sanierung und Umgestaltung
Die Bahnhofstrasse verbindet die Luzernerstrasse mit dem Bahnhof und wird von den meisten Buslinien befahren. Nach den Bauarbeiten und den Neuerschliessungen rund um den Bahnhof ist sie in einem sehr schlechten Zustand und muss saniert werden. Der Projektperimeter beginnt bei der Einmündung in die Luzernerstrasse und endet nach rund 80 Metern beim Bahnhofplatz. Das Projekt steht in engem Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes.
Der Belag von Strasse und Gehweg wird vollflächig ersetzt, die Abschlüsse werden erneuert. Die bestehende Linienführung bleibt im Wesentlichen erhalten und wird örtlich verbessert. Gleichzeitig werden die Leitungen für Elektrizität und Wasserversorgung erneuert und für die künftigen Anforderungen ausgebaut. Die Schmutzwasserleitung ist in gutem Zustand und bleibt bestehen, hingegen wird die Meteorwasserleitung als Trennsystem in diesem Bereich neu realisiert.
Untersuchungen der Consultest AG, Ohringen haben gezeigt, dass der bestehende Belag keine polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) enthält und nicht als Sondermüll entsorgt werden muss. Auch die Fundationsschicht ist frostbeständig und kann weiterverwendet werden. Beides wirkt sich günstig auf die Kosten aus.
Die Strasse wird bautechnisch so ausgeführt, dass anschliessend eine Tempo-30-Zone signalisiert werden kann. Dies entspricht dem kommunalen Verkehrsrichtplan, der abseits des Hauptverkehrsstrassennetzes Tempo- 30-Zonen vorsieht. Ziel sind mehr Sicherheit für Kinder, Zufussgehende und Velofahrende, weniger Lärm und Schadstoffe sowie eine höhere Aufenthaltsqualität im Strassenraum.
Die Baukosten betragen gemäss Kostenvoranschlag insgesamt 750’000 Franken inklusive Mehrwertsteuer. Weil die Anteile unterschiedlich finanziert werden, wird an der Gemeindeversammlung vom 25. November über zwei getrennte Kredite abgestimmt: 385’000 Franken für den Strassenbau und 365’000 Franken für Abwasser und Sauberwasser. Der Strassenbau wird über die Steuern finanziert, der Anteil Abwasser und Meteorwasser über die Spezialfinanzierung Abwasser, und damit über die Gebühren. Die Realisierung ist für 2027 vorgesehen.
Gemeinde Sins neu auf Instagram und WhatsApp
Im Rahmen eines Pilotprojekts ist die Gemeinde Sins neu auch auf Instagram und WhatsApp präsent. Mit diesen zusätzlichen Kommunikationskanälen informiert die Gemeinde die Bevölkerung zeitnah über aktuelle Themen und wichtige Informationen aus dem Gemeindeleben. Die offiziellen Publikationsorgane der Gemeinde bleiben unverändert bestehen.


