Drei engagierte Mitarbeiterinnen konnten für die Regionale Integrationsfachstelle Oberes Freiamt, kurz RIF, in Muri gewonnen werden. Anfang August nehmen sie im Stützpunkt Muri den Betrieb auf.
IRIS CAGLIONI
Bereits Mitte April orientierte der neu ...
Drei engagierte Mitarbeiterinnen konnten für die Regionale Integrationsfachstelle Oberes Freiamt, kurz RIF, in Muri gewonnen werden. Anfang August nehmen sie im Stützpunkt Muri den Betrieb auf.
IRIS CAGLIONI
Bereits Mitte April orientierte der neu konstituierte Vorstand die Öffentlichkeit über den planmässigen Abschluss der Vorbereitungsphase und über die schrittweise Inbetriebnahme der RIF Oberes Freiamt.
Mit dem neuen Angebot erhalten ausländische, fremdsprachige und neu zugezogene Einwohnerinnen und Einwohner der 14 beteiligten Gemeinden des Bezirks Zugang zu einem regionalen Kompetenzzentrum für Fragen rund um Migration und Integration. Die beteiligten Gemeinden sind Abtwil, Aristau, Auw, Beinwil, Besenbüren, Bünzen, Buttwil, Dietwil, Geltwil, Merenschwand, Muri, Mühlau, Sins und Waltenschwil.
Erfahrenes Dreierteam übernimmt die Leitung
Für den Pilotbetrieb bis Ende 2027 konnten drei ausgewiesene Fachfrauen gewonnen werden. Monika Landmann übernimmt die Stellenleitung. Sie und ihre Kollegin Anna Rotzetter bringen fundierte Erfahrung aus einer anderen RIF im Kanton Aargau mit und sind auch bereits mit dem Oberen Freiamt vertraut. Ursula Rey-Wetzstein komplettiert das Team. Sie wechselte bereits im Mai mitsamt ihrer bisherigen Aufgaben aus der Repla, wo sie für die Koordinationsstelle Freiwilligenarbeit im Bereich Flucht und Asyl tätig war. Daniel Räber, RIF-Präsident, ist überzeugt: «Mit diesem Team sind wir bestens gerüstet, um die hohen Erwartungen der Verbandsgemeinden an den Pilotbetrieb zu erfüllen. Wir haben hier Mitarbeiterinnen, die grosses, fundiertes Wissen mitbringen und sehr gut vernetzt sind.»
Öffnungszeiten ab August
Das RIF Oberes Freiamt öffnet am Dienstag, 5. August erstmals seine Türen am Caspar-Wolf-Weg 2 in Muri. Die Büros befinden sich gleich hinter der UBS-Filiale. Ab dann steht das Team der interessierten Bevölkerung jeweils dienstags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr sowie donnerstagvormittags von 9 bis 12 Uhr zur Verfügung. «Während dieser Öffnungszeiten sind wir gerne für Informationen und Beratungsdienstleistungen da.» Landmann betont weiter, dass auch Termine ausserhalb dieser Öffnungszeiten auf Anfrage möglich sind.
Weiter steht die Fachstelle auch den Verbandsgemeinden, deren Sozialdiensten oder Schulen und weiteren Schnittstellenpartnern zu integrationsspezifischen Themen mit Fachberatung zur Seite. Sie unterstützen auf unterschiedlichste Weise auch niederschwellige Projekte. «Es gibt in den Gemeinden viele kleine Projekte, die verwirklicht werden wollen. Manchmal benötigen die Freiwilligen Hilfe bei der Realisierung, bei der Kreation von Flyern oder auch eine finanzielle Starthilfe. Hier unterstützen wir auch und bieten Hand.»
Erste Netzwerkanlässe bereits geplant
«Unser Angebot bei den Zielgruppen bekannt zu machen und nachhaltig zu verankern, das hat nach den Sommerferien oberste Priorität», meinte Landmann. Deshalb werden sie sich im August an Elternabenden der Schulen im Verbandsgebiet vorstellen und planen im September einen Tag der offenen Tür für die Gemeindevertreter und Fachpersonen. «Besonders wichtig ist mir, dass die solide Aufbau- und Netzwerkarbeit der bisherigen Koordinationsstelle Freiwilligenarbeit im Bereich Flucht und Asyl nahtlos in die neue Struktur übergeht», so der RIF-Präsident. «Wir planen auch, in den Verbandsgemeinden an den Neuzuzügeranlässen teilzunehmen», informierte die Stellenleiterin. Die Dienstleistungen umfassen ebenso die Integration von Senioren mit Migrationshintergrund oder Personen, vornehmlich Frauen, die zwar schon lange hier leben, aber aufgrund ihrer Ethnie trotzdem nicht integriert sind. «Als dritte Gruppe möchten wir die Frühkindliche Integration fördern, damit die fremdsprachigen Kinder beim Schuleintritt kleinere oder keine sprachlichen und gesellschaftlichen Defizite haben», teilte Räber mit.