Das kantonale Verkehrs- und Infrastrukturprojekt VERAS soll die überlastete Verkehrssituation in Suhr, Gränichen und Oberentfelden verbessern. Die Kernziele sind: Entlastung des Dorfzentrums Suhr vom Durchgangsverkehr, bessere Anbindung an die A1, Trennung von Schiene und Strasse ...
Das kantonale Verkehrs- und Infrastrukturprojekt VERAS soll die überlastete Verkehrssituation in Suhr, Gränichen und Oberentfelden verbessern. Die Kernziele sind: Entlastung des Dorfzentrums Suhr vom Durchgangsverkehr, bessere Anbindung an die A1, Trennung von Schiene und Strasse (Eliminierung der SBB-Bahnübergänge), Verbesserungen für Fuss- und Veloverkehr und die Aufwertung von Siedlung, Landschaft und Umwelt. In Suhr und Gränichen ist das Verkehrssystem «am Anschlag». Der Kanton Aargau lebt von seinen Regionen und davon, dass sie zusammenstehen. Wir sind ein vernetzter Lebens- und Wirtschaftsraum. Wer täglich unterwegs ist, sieht es deutlich: Die Verkehrsund Entwicklungsfragen machen nicht an Gemeinde- oder Regionsgrenzen halt. Genau deshalb verdient die Region Suhr Unterstützung auch aus dem Freiamt. Suhr ist ein zentraler Verkehrsknoten im Mittelland. Tausende Pendlerinnen und Pendler aus dem Freiamt fahren täglich über die Achse Wohlen–Lenzburg–Aarau oder via Suhr Richtung A1. Wenn Suhr entlastet wird, profitiert auch das Freiamt: weniger Stau, bessere Erreichbarkeit, stabilere Verkehrsflüsse. Ein funktionierendes Zentrum stärkt die Peripherie und umgekehrt. Der Aargau hat sich bewusst für eine regionale Zusammenarbeit entschieden. Die Regionalplanungsverbände, darunter auch das Obere Freiamt, arbeiten seit Jahren erfolgreich zusammen. Diese Zusammenarbeit funktioniert nur, wenn wir Projekte unterstützen, die dem ganzen Kanton dienen. Suhr trägt als Teil des Wirtschaftsraums Aarau wesentlich zur kantonalen Stärke bei. Eine starke Mitte ist kein Selbstzweck, sondern ein Vorteil für alle Regionen. Gerade das Freiamt weiss, wie wichtig gute Erreichbarkeit und funktionierende Verkehrsachsen sind. Wenn Suhr seine Infrastruktur modernisiert und entlastet, verbessert dies die Mobilität im ganzen Kanton. Es ist daher nicht nur ein Akt der Solidarität, sondern auch im ureigenen Interesse des Freiamts, solche Projekte zu unterstützen. Regionale Verantwortung bedeutet, über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen. Suhr stärkt den Kanton, und ein starker Kanton stärkt das Freiamt. Ich sage JA zu diesem Projekt!
Franziska Stenico, Beinwil Grossrätin Die Mitte