Der Festsaal im Kloster Muri war reichlich gefüllt mit Zuschauern, die gebannt auf den Beginn des Musicals «Jona – Prophet uf Abwäge» warteten.
Das Musical der Jugendorganisation Adonia, lokal veranstaltet von der Katholischen Kirche, ...
Der Festsaal im Kloster Muri war reichlich gefüllt mit Zuschauern, die gebannt auf den Beginn des Musicals «Jona – Prophet uf Abwäge» warteten.
Das Musical der Jugendorganisation Adonia, lokal veranstaltet von der Katholischen Kirche, Reformierten Kirche und der Evangelischen Gemeinde Muri, begann mit einer Szene, die eigentlich viel später in der Geschichte vorkommt: Jona ist wütend auf Gott und will seinen Prophetenmantel an den Nagel hängen. Am Ende der Szene läuft der Jugendchor mit etwa 50 Teens durch den ganzen Saal hinauf auf die Bühne, begleitet von der Liveband, und beginnt direkt mit dem ersten Lied.
Das Stück springt nun an den Anfang der eigentlichen Handlung der Bibelgeschichte. Hebräische Familien verstecken sich vor den Niniviten, werden jedoch entdeckt und zum Tode verurteilt. Die Szene endet mit dem Lied «Mier händ Angst».
Das Musical erzählt die Geschichte von Jona, der von Gott beauftragt wird, den Niniviten das Strafgericht anzukündigen, falls sie nicht innerhalb von 40 Tagen ihre Brutalität gegenüber den Hebräern einstellen. Zunächst flieht Jona mit dem Schiff, wird jedoch von einem Fisch verschluckt und landet letztlich in Ninive.
Biblische Geschichte neu interpretiert und modernisiert
Das Musical vermittelte die klare Botschaft, dass Gott jeden immer mit offenen Armen empfängt, egal welches Unrecht man getan hat. Es ging um die Fragen: Warum lässt Gott dieses Leid zu? Gibt es überhaupt einen Gott?
Begleitet wurde das Musical von mitreissenden sowie berührenden Liedern, gesungen vom Teen-Chor. Dazu gab es abwechslungsreiche Soli, Choreografien und Tänze. Das Grossartige an dem Adonia-Musical war, wie die biblische Geschichte neu interpretiert und modernisiert wurde. Doch das Highlight des Abends war ohne Frage das Strahlen in den Gesichtern der Teens, die auf der Bühne standen. Die Begeisterung, die manche sogar zu Tränen rührte, war bis in die letzten Reihen spürbar und erfüllte den Saal mit Freude und Hoffnung. Zu sehen, wie die Teens gemeinsam für eine Sache brennen und ihre individuellen Talente dazu verwenden konnten, die Botschaft Gottes in die Welt zu tragen, war einzigartig. Dass Teens, Leiter und Band dieses Musical nach nur drei Tagen Proben auf diesem Niveau aufführen konnten, war schier unglaublich.
Für Adonia: Roman Bamert