Die Schweizer Erfolgsgeschichte ist nicht selbstverständlich oder nur hausgemacht. Viel hängt am Austausch mit Märkten, Menschen und an den nahen Handelspartnern. Unser Land kann nicht isoliert existieren, und Isolation löst keine Probleme. Die Initiative widerspricht einer ...
Die Schweizer Erfolgsgeschichte ist nicht selbstverständlich oder nur hausgemacht. Viel hängt am Austausch mit Märkten, Menschen und an den nahen Handelspartnern. Unser Land kann nicht isoliert existieren, und Isolation löst keine Probleme. Die Initiative widerspricht einer offenen, leistungsfähigen und prosperierenden Wirtschaft.
Es ist absurd: Kein Land der Welt kennt eine Obergrenze für seine Bevölkerung. Die Initiative der SVP ist extrem: Sie löst nicht ein einziges selbstgemachtes Problem, aber sie schafft neue. Die Initiative ist verantwortungslos: Warum sollten wir in dieser unsicheren Zeit das Freizügigkeitsabkommen, und damit die bewährten Bilateralen Verträge aufs Spiel setzen? Die Stabilität der Schweiz ist ein so hohes Gut. Wir wollen daher kein Chaos oder ein isoliertes Ballenberg.
Die Initiative ist kurzsichtig: Wer pflegt mich künftig im Spital oder im Alter? Oder ist es nachhaltig, wenn ich mich dann im Ausland pflegen lasse?
Es ist keine Nachhaltigkeitsinitiative: Wenn den Initianten tatsächlich etwas an der Nachhaltigkeit läge, warum verhindern sie überall alles, was in Richtung Nachhaltigkeit geht? Gewässerschutz, Pestizidreduktion, Biodiversität, Landschaftsschutz oder Kreislaufwirtschaft lassen grüssen.
Die Initiative ist ruinös: Sie bewirkt weniger Einnahmen für die AHV, da die ausländische Wohnbevölkerung mehr einbezahlt als erhält. Zudem nimmt künftig der Kampf um die Arbeits- und Fachkräfte in den westlichen Industriestaaten zu.
Für mich ist daher logisch: die 10-Millionen-Chaosinitiative löst kein einziges Problem und schafft ganz viele neue und ist folglich abzulehnen.
Astrid Gebert, Beinwil