Innovativ und mit gesundem Wettbewerbsdenken

  27.03.2026 Firmen Neuigkeiten

Die beiden Geschäftsinhaber Yanick Klausner und Diego Huwyler führen florierende Metzgereifachgeschäfte. Beide sind in der Region fest verankert. Sie zeigen Beispielhaft, wie Konkurrenz und Wettbewerb positiv gelebt werden können.

IRIS CAGLIONI

Beim diesjährigen «Swiss Cervelat Summit» nahmen beide Betriebe teil, und beide erhielten wirklich hervorragende Bewertungen. Der «Swiss Cervelat Summit» hat zum Ziel, die Arbeit der Schweizer Metzger zu würdigen. An diesem jährlich wiederkehrenden Wettbewerb werden über 100 Cervelats durch eine Fachjury verkostet und bewertet.

«Wir haben uns beide sehr über diesen Erfolg gefreut», teilte Klausner mit. Klausner und Huwyler holten sich die Auszeichnung «exzellent» in der Kategorie «warme Cervelat». Das bedeutet in Punktzahlen, über 89 Punkte von insgesamt 100. Klausner wäre natürlich wieder gerne unter den besten drei gewesen, wie im Jahr 2024. Huwyler seinerseits meinte: «Ich bin mit diesem Resultat sehr zufrieden. Natürlich wäre es schön, einmal Cervelat-König der Schweiz zu sein. Aber ich denke, da gehört auch noch ein wenig Wettkampfglück dazu.»

Alle drei Jahre führt der Schweizer Fleischfachverband einen Wettbewerb durch, bei welchem Metzger ihre Produkte einsenden können, die dann von einer Expertenjury getestet werden. Beide Geschäftsmänner nutzen jeweils diese Wettbewerbe und wurden auch schon mit diversen Medaillen ausgezeichnet. «Ich werde zudem an der LUGA, der Zentralschweizer Frühlingsmesse, bei der Schweizer BBQ Grill Schweizer Meisterschaft starten», teilte Klausner mit.

Zusammenarbeit trotz Konkurrenz
Eine gesunde Balance zwischen Kooperation und Wettbewerb im Geschäftsalltag halten beide Geschäftsinhaber für fair und wichtig. «Wir gehen sehr fair miteinander um, helfen uns gegenseitig aus und mögen dem anderen auch seinen Erfolg gönnen», so Klausner. Ergänzend meinte Huwyler: «Wettbewerb gehört dazu und sorgt dafür, dass man nicht stehenbleibt. Wir wissen beide, dass eine gute Zusammenarbeit wichtig ist.»

Ein Beispiel dafür demonstrierten sie am Aargauischen Kantonalen Schwingfest in Beinwil. Klausner erinnert sich: «Einer allein hätte die vielen Besucher nicht verpflegen können. Wir haben uns dann die verschiedenen Posten geteilt.»

Beide wissen, dass es konkurrierende Bereiche gibt, bei denen man auch mal nicht berücksichtigt wurde. Doch eine gesunde Balance sei hier vorhanden.

Innovativ und regional
In der Region verankert zu sein heisst für die beiden Fleischproduzenten auch zu wissen, woher die Rohstoffe kommen. Huwyler erklärt: «Wir sind einer der wenigen Betriebe, die im Freiamt noch selbst schlachten, daher haben wir die meisten Tiere aus der Region und kennen auch die Bauern dahinter.» Das bringt auch eine gesunde Abgrenzung zu anderen Betrieben. «Zum Beispiel machen wir dank der eigenen Schlachtung die Blutwürste und Leberwürste für diverse Metzgereien in der Region.» Huwyler ist stets innovativ unterwegs und ist wie Klausner darum bemüht, nur die besten Produkte zu verarbeiten und herzustellen.

«Viele Geschäfte arbeiten noch wie vor 100 Jahren», meint Klausner. Er liebt seinen Betrieb und will ihn vorwärts bringen. Er weiss: Man muss sich heute schneller bewegen und ständig nach neuen Ideen Ausschau halten. Seine Strategie ist: Traditionelles Metzgerhandwerk und moderne Arbeitsweisen zu nutzen. Das harmoniert bei uns gut.»


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