Die wunderbar farbene Herbstzeit mit den roten und gelben Laubblätter und dem Duft von Lebkuchen hat Einzug gehalten. Mit ihr hat sich auch das Tageslicht geändert. Die Dämmerung tritt früher ein, es wird schnell und früh Nacht. Umso wichtiger ist es, dass nebst den ...
Die wunderbar farbene Herbstzeit mit den roten und gelben Laubblätter und dem Duft von Lebkuchen hat Einzug gehalten. Mit ihr hat sich auch das Tageslicht geändert. Die Dämmerung tritt früher ein, es wird schnell und früh Nacht. Umso wichtiger ist es, dass nebst den Autofahrern auch der Langsamverkehr und die Fussgänger darauf achten, sichtbar unterwegs zu sein.
Hinzu kommt aktuell, dass an diesem Wochenende die Zeitumstellung die Nacht noch früher hereinbrechen lässt. Da beginnt die Dämmerung eine Stunde früher, bereits kurz vor 18 Uhr, und ab 19 Uhr ist es Nacht. Licht und Leuchtstreifen an dunkler Kleidung würden da enorm viel ausmachen.
Was für die Autofahrer Pflicht ist, sehen wohl viele der E-Scooter- und E-Bike-Fahrer höchstens als Tugend an. In der Verkehrsregelverordnung steht aber, dass alle motorisierten Fahrzeuge, egal ob Verbrennungsoder Elektromotor, auch am Tag mit Licht fahren müssen.
Dass in der Dämmerung und nachts Licht an die Räder gehört, sollte an dieser Stelle nicht mehr erwähnt werden müssen. Und doch sehe ich mich dazu veranlasst: Vor einigen Tagen, nach 19 Uhr abends, kamen mir in Sins innerhalb weniger Fahrminuten zwei lichtlose, sausende Geister in den Scheinwerferkegel meines Autos. Der erwachsene Mann, der mit seinem E-Scooter aus der Bahnhofunterführung sauste und zack in die Strasse einbog. Wenig später düste im Sonnhaldenrank ein Mofa-Fahrer in Richtung Dorf, ohne Licht, ohne Leuchtstreifen.
Bereits tags davor fuhr mir ein Schüler, vielleicht 10 oder 12 Jahre alt, am Nachmittag mit dem Velo entgegen. Sein Blick halb auf der Strasse, halb auf dem in der Hand liegenden Handy. Ein normales Velo – hier fehlte nicht das Licht. Mich schockierte das Handy in seiner Hand, und damit die mangelnde Aufmerksamkeit für den Strassenverkehr. Was kann so wichtig sein, dass es nicht warten kann, bis die Fahrt mit dem Velo beendet ist?
Es kann doch nicht sein, dass Verkehrsteilnehmende, egal wie alt, so fahrlässig unterwegs sind! Wo bleibt da die Vernunft? Ich appelliere hier als Autofahrerin in erster Linie an diejenigen, die auf den fahrbaren Untersätzen so verantwortungslos unterwegs sind und sich sowie andere gefährden.
Geister – wenn sie als solche verkleidet an Halloween unterwegs sind – sind niedlich. Die fahrenden Geister auf unbeleuchteten Zweirädern sind einfach nur töricht.
Iris Caglioni, Redaktorin