In der Ausgabe vom 6. März wurde im Anzeiger Oberfreiamt die Veranstaltung «Saturday Night Sport» in Dietwil angekündigt. Solche Bewegungs- und Freizeitangebote für Jugendliche sind zu begrüssen.
Gleichzeitig stellt sich jedoch eine grundsätzliche Frage: ...
In der Ausgabe vom 6. März wurde im Anzeiger Oberfreiamt die Veranstaltung «Saturday Night Sport» in Dietwil angekündigt. Solche Bewegungs- und Freizeitangebote für Jugendliche sind zu begrüssen.
Gleichzeitig stellt sich jedoch eine grundsätzliche Frage: Braucht es solche zusätzlichen Angebote der regionalen Jugendarbeit, wenn in unserer Region bereits zahlreiche Vereine sehr ähnliche Aktivitäten anbieten?
Organisationen wie Jungwacht und Blauring, Pfadi, Sportvereine oder Musikgesellschaften leisten seit vielen Jahren wertvolle Jugendarbeit, meist ehrenamtlich und mit grossem Engagement. Sie organisieren regelmässig Aktivitäten, Sport, Lager und Anlässe für Kinder und Jugendliche und investieren dabei viel Zeit in die Nachwuchsarbeit. Trotzdem kämpfen viele Vereine zunehmend damit, genügend junge Mitglieder zu gewinnen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob neue Angebote der professionellen Jugendarbeit tatsächlich eine Lücke schliessen oder ob sie teilweise Angebote schaffen, die es in den Vereinen bereits gibt.
Vielleicht wäre es sinnvoll, stärker darüber nachzudenken, wie bestehende Vereine noch mehr unterstützt und Jugendliche gezielt an diese herangeführt werden könnten. Denn auch dort findet seit Jahrzehnten wichtige Jugendarbeit statt, getragen von freiwilligem Engagement.
Eine offene Diskussion darüber, wie sich Jugendarbeit und Vereinsleben im Oberfreiamt am besten ergänzen, wäre sicherlich wertvoll. Dieser Leserbrief soll lediglich einen Denkanstoss geben und zur Überlegung anregen, nicht aber eine politische Debatte auslöse
Jan Meier, Dietwil