Eine würdige Gedenkfeier zum 100. Todestag
24.05.2024 AuwDer diesjährige Pfingstsonntag war in Auw zum einen das kirchliche Hochfeste, das die Osterzeit abschliesst, und zum zweiten exakt der Todestag der hl. Maria Bernarda Bütler. Die Freiämter Heilige wurde so in Auw und auch in Cartagena, Kolumbien geehrt.
...Der diesjährige Pfingstsonntag war in Auw zum einen das kirchliche Hochfeste, das die Osterzeit abschliesst, und zum zweiten exakt der Todestag der hl. Maria Bernarda Bütler. Die Freiämter Heilige wurde so in Auw und auch in Cartagena, Kolumbien geehrt.
IRIS CAGLIONI
Am 19. Mai 1924 verstarb die Missionarin und Ordensgründerin der Kongregation der «Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf», Maria Bernarda Bütler, in Cartagena, Kolumbien. Mit einer fast zweistündigen Messe feierte die Auwer Kirchgemeinde den Todestag der mit weltlichem Namen gebürtigen Verena Bütler. Zelebriert wurde der Gedenkgottesdienst von Monsignore Denis Theurillat, emerietierter Weihbischof des Bistums Basel. Ebenso wirkten die Franziskaner Missionsschwestern mit. Der Gottesdienst wurde von Radio Maria live übertragen. Konzelebranten waren die Priester Thomas Zimmermann, Stefan Tschudi und Konrad Mair. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche zeugte von der regionalen Bedeutung und Achtung, die Maria Bernarda Bütler, ihre Mission und ihre Arbeit auch heute noch hat.
Musikalische Umrahmung
Ein Gottesdienst mit solchem Hintergrund will auch gebührend musikalisch umrahmt werden. Bereits vor über einem Jahr beschlossen die Chorleiter der Kirchenchöre Auw und Sins, dass sie für diesen Tag zusammen eine lateinische Messe einstudieren möchten. Von Januar bis Mitte Mai konzentrierten sich darum die Chorproben auf die Literatur des walisischen Komponisten Robert Jones. Die Partitur, Missa Brevis in C, komponiert 2011, ist eine Messe für gemischten Chor mit Orgelbegleitung. Der Zusammenschluss der beiden Chöre mit rund 50 Sängerinnen und Sängern brachte denn auch ein wunderbares Klangvolumen hervor. Begleitet an der Orgel wurde der grosse Chor vom Auwer Organisten und Chorleiter Lothar Erbel, das Dirigat führte der Sinser Chorleiter Oleg Sopunov. Weihbischof Denis’ Worte werden denn auch allen Sängern in Erinnerung bleiben. Er meinte in seinem charmanten, französisch akzentuierten Deutsch: «Ich möchte den beiden Chören danken. Es war wunderbar.»
Spanisch als Bestandteil des Tages
Einige Teile der Zeremonie wurden in spanischer Sprache von Sr. Flormita gehalten, was den Gästen aus Ecuador gefiel. Auch sang die Ordensschwester solo zwei ausgewählte Lieder und wurde dazu von Martha Villiger an der Handorgel begleitet. Am späteren Festnachmittag sangen Auwer Kinder unter der Leitung von Lisa Kalt zur Unterhaltung der Gäste sieben Lieder, darunter auch zwei in spanischer Sprache, welche eigens für diesen Tag einstudiert wurden.
Nach der Kirche wurde gefeiert
Nach dem feierlichen Gottesdienst waren alle Kirchenbesuchenden von der Kirchenpflege zu einem Apéro auf dem Begegnungsplatz eingeladen. Im Anschluss durften rund 200 geladenen Gäste im Mehrzweckgebäude ein einfach gehaltenes Mittagessen geniessen. So servierten Helferinnen und Helfer heissen Schinken mit vier Sorten Salat. Brot, Wein und Wasser stand zur Selbstbedienung auf den Tischen. Eine fröhliche Menge Menschen genoss das Essen, lauschte den Worten von Martin Abt, dem Präsidenten des Vereins Maria Bernarda, sowie den Ausführungen von Christian Schweizer, Redaktor der historischen Zeitschrift Helvetia Franziscana.
Als besondere Ehre wurde den Besuchern eine Video-Grussbotschaft aus Cartagena gezeigt. Wer genügend Spanisch verstand, konnte noch einiges über die Freiämter Heilige erfahren. Sr. Flormita übersetzte im Anschluss das Wichtigste auf Deutsch.
Nach dem Dessert liess es sich Präsident Abt in seinen Schlussworten nicht nehmen, allen herzlich zu danken für ihr Erscheinen, Mitgestalten und Mitarbeiten zu Ehren von Maria Bernarda.
Nach 16 Uhr löste sich die Gesellschaft langsam auf, und alle konnten den spirituell angehauchten Tag individuell ausklingen lassen. Etwas heiliger Geist war wohl schon im Spiel gewesen, denn die Wolken vom Vormittag verzogen sich und die Sonne strahlte für die vielen Mitwirkenden dieses besonderen Tages.