Einblicke in die pflegimuri am Netzwerkanlass der Repla
01.05.2026 MuriAm Mittwochabend öffnete die pflegimuri ihre Türen. In Gruppen aufgeteilt erhielten die Teilnehmenden wertvolle Informationen und spannende Einblicke in eine über 230 Jahre alte Pflegeeinrichtung.
IRIS CAGLIONI
Am Netzwerkanlass, organisiert von ...
Am Mittwochabend öffnete die pflegimuri ihre Türen. In Gruppen aufgeteilt erhielten die Teilnehmenden wertvolle Informationen und spannende Einblicke in eine über 230 Jahre alte Pflegeeinrichtung.
IRIS CAGLIONI
Am Netzwerkanlass, organisiert von «Freiamt.Mittendrin.», nahmen rund 70 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik teil. Einblicke in den Betrieb der pflegimuri mit ihren rund 420 Mitarbeitenden stiess auf grosses Interesse.
In vier Gruppen aufgeteilt, wurden die Teilnehmenden durch die alten und neuen unterirdischen Gänge der Gebäude geführt. Die Technikräumlichkeiten, die Heizung, die Wäscherei oder das Recycling-Lager und die hausinterne Werkstatt waren Bestandteile der Führung. Aus Rücksichtnahme gegenüber den Bewohnenden konnten die Wohngruppen nicht besichtigt werden.
Während der Führung wurde über die unsichtbaren Dienste des Hauses mit seinen enormen Dimensionen informiert, etwa: die Heizung, die Wäscherei und die Technikräume im Allgemeinen.
Nachhaltigkeit wird gross geschrieben
Geheizt wird mit einer Holzschnitzelheizung. Mit dieser Heizkraft wird nicht nur das ganze Hauptgebäude und der Anbau «Löwen» geheizt. Auch etliche Wohnhäuser in den Quartieren rund um die Pflege werden mit vier Fernleitungen beheizt. In der pflegimuri werden jährlich rund 1’600 Tonnen Holz verbrannt. Die Asche wird recycelt.
Eine weitere hochinteressante Abteilung ist die Wäscherei mit den gigantischen Waschmaschinen und Tumblern und den unzähligen Körben mit Schmutz- oder Sauberwäsche. «Die Infrastruktur wäre ausgelegt für eine höhere Belegung. Es sind Überlegungen im Gange, den Bereich kleiner und kosteneffizienter zu machen», informierte Bruno Strebel, Leitung Infrastruktur und Betrieb.
Verschmelzung von Traditionen und Innovationen
Die Parkanlage ist frei zugänglich, und alle paar Meter bieten sich Ruhebänke zum Verweilen an. Auch das elegante Restaurant mit seinem einladenden Garten ist für jedermann zugänglich. «Besucher von ausserhalb sind immer gerne gesehen. Viele wissen gar nicht, dass es diesen Park gibt», meinte Strebel.
Zusätzlich zum Rundgang hielten die Direktorin der Klinik, Margrith Schneider, und der Verantwortliche für Kommunikation, Thomas Weber, einen Vortrag über die Organisation des Hauses und die Betreuungsphilosophie. Dabei zeigte Schneider kurz den geschichtlichen Ablauf von der Gründung 1790 bis heute auf. Die Alltagsgestaltung der Bewohnenden ist geprägt von der Selbstbestimmung im Sinne: «Meine 24 Stunden» – eine Betreuung, bei welcher Lebensqualität einen hohen Stellenwert hat.
Die demographischen Veränderungen beschäftigen auch die Pflegi. «Das Durchschnittsalter unserer Bewohnenden ist heute 80 Jahre. Wir gehen davon aus, dass der Anstieg an älteren Menschen bis 2050 sehr gross sein wird», informierte Schneider. Heute verfügt die Pflegi über 226 Betten oder sechs Wohngruppen mit spezialisierten Angeboten wie Akut-Übergangspflege, geschützte Demenzgruppen, eine gemischte offene und zwei gerontopsychiatrische Wohngruppen. Zudem gibt es fünf geriatrisch-integrative Wohngruppen und eine ambulante, die als Tages- und Nachtzentrum dient zur Entlastung für pflegende Angehörige.
Künftige Veranstaltungen zur Wirtschaftsförderung
Der Präsident der Wirtschaftskommission Repla Oberes Freiamt, Andreas Gnädinger, hielt zu Beginn eine kurze Ansprache. «Es ist eindrücklich, wie sich die Marke ‹Freiamt.Mittendrin.› mit all ihren Ausprägungen in den letzten vier Jahren etablieren konnte.» Weiter meint er, dass die Marke wahrgenommen werde und Identität für ein selbstbewusstes Oberes Freiamt schaffe. «Wir werden den eingeschlagenen Weg weiter gehen mit dem Ziel, dass er 2027 zu einer eigenständigen Standortsförderungsorganisation führt.»
Das Schlusswort hielt Rainer Heggli, Gemeindeammann von Merenschwand und Präsident der Repla Oberes Freiamt: «Es war eine sehr aufschlussreiche Führung. Ich bin beeindruckt.» Er informierte, dass im Juni mit der neuen Marktbearbeitung 2026 gestartet wird. Weiter listete er die geplanten bevorstehenden Vernetzungsveranstaltungen auf.
Bevor er den offiziellen Teil abschloss und zum Apéro einlud, bedankte er sich bei der Direktorin der pflegimuri für das Gastrecht und die vielen positiven Eindrücke.


