Eine erneute Umfrage unter der Bevölkerung brachte zwei Hauptanliegen hervor. Eines sind die Tagesstrukturen an der Schule, das andere eine Begegnungszone für alle Generationen. Das Projekt «Begegnungszone» wurde von einer siebenköpfigen Arbeitsgruppe ...
Eine erneute Umfrage unter der Bevölkerung brachte zwei Hauptanliegen hervor. Eines sind die Tagesstrukturen an der Schule, das andere eine Begegnungszone für alle Generationen. Das Projekt «Begegnungszone» wurde von einer siebenköpfigen Arbeitsgruppe ausgearbeitet.
IRIS CAGLIONI
Der Gemeinderat lud zu einem Informationsabend am vorletzten Donnerstagabend ein. Rund 50 Personen interessierten sich für die Auswertung der Bevölkerungsumfrage.
«Bereits vor sechs Jahren führten wir eine solche Befragung durch. Aufgrund der positiven Rückmeldungen beschloss der Gemeinderat, dies erneut zu tun», informierte Gemeindeammann Stefan Balmer. Die Auswertungen haben einerseits die Zufriedenheit der Bevölkerung in der Gemeinde aufgezeigt und auch hervorgebracht, wo erneut Handlungsbedarf besteht. Dies sind die Tagesstrukturen an der Schule sowie eine Begegnungszone im Freien für alle Generationen – vornehmlich am Standort des heutigen Spielplatzes auf dem Schulareal.
Das Projekt der Tagesstrukturen steht noch ganz am Anfang. Hier informierte Gemeinderätin Carmen Troy über die Zusammenarbeit mit der Schulleiterin Eva Trost. Deutlich weiter ist das Projekt zur Gestaltung einer Begegnungszone. Gemeinderat Adrian Bachmann leitete die eingesetzte Arbeitsgruppe. Er präsentierte den Vorschlag, der so weit ausgereift ist, dass er an der Herbstgmeind traktandiert werden kann.
Dringlicher Handlungsbedarf
Ein Inspektionsbericht der Spielplatzanlage zeigte deutlich den Bedarf, die Anlage zu erneuern. Die Spielgeräte seien in einem schlechten und teilweise gefährlichen Zustand. Der Gemeinderat beschloss den sofortigen Rückbau diverser Geräte und gab die Ausarbeitung einer neuen Begegnungszone bei der Freizeitanlage in Auftrag. Sieben Gemeindemitglieder aus unterschiedlichen Alters- und Interessengruppen legten sich ins Zeug. «Ihnen gebührt ein grosses Dankeschön. Diese Leute haben unzählige Stunden in dieses Projekt investiert», lobte Gemeinderat Bachmann sein Projektteam.
Die wichtigsten Elemente
Gemäss der Bevölkerungsumfrage ist die naturnahe Umgebung die grösste Stärke der Gemeinde. Dies liess die Projektgruppe auch in die Gestaltung der Begegnungszone einfliessen. Eine Naturarena soll entstehen, schattenspendende Bäume und Sträucher sollen gepflanzt werden. Für die Jüngeren sollen neue Spielgeräte aufgestellt werden, für die Jugendlichen ist eine «Chill-Ecke» etwas abseits geplant, und für Familien und ältere Generationen sind verschiedene Sitzgelegenheiten mit Rückenlehnen angedacht. Den Zugang zu Trinkwasser kann die Gemeinde realisieren, der Wunsch einer Toilette nahe des Spielplatzes ist zumindest heute nicht in der Planung. «Wir konnten uns aber mit der Schule so weit einigen, dass während der Öffnungszeiten der Schulanlage deren WC-Anlagen genutzt werden können», teilte Bachmann mit.
Kosten und Nutzen geprüft
Nach einer eingehenden Offertprüfung dreier verschiedener Spielgerätehersteller und den notwendigen Detailabklärungen, konnte das Projektteam dem Gemeinderat den ausgearbeiteten Vorschlag unterbreiten. Mit einem Kostendach von 98’000 Franken will der Gemeinderat die Zustimmung der Bevölkerung an der nächsten Gemeindeversammlung abholen. Die enthaltenen Leistungen sind: Garten- und Tiefbauarbeiten inklusive Bepflanzung, Lieferung und Einbau der Geräte und des Inventars, Trinkwasserhahn, Abfalleimer, Fussball-Schutznetz und die Abnahmegarantie zur Betriebssicherheit der Anlage.
Bei der anschliessenden Fragerunde wurden Bedenken geäussert wegen Hunden auf dem Areal und Vandalismus wegen mangelnder Beleuchtung. «Hunde sind auf keinem Spielplatz erlaubt. Und bisher gab es keine Beleuchtung auf unserem Spielplatz. Wir sehen aktuell dafür keinen Handlungsbedarf», antwortete Bachmann.
Gemeindeammann Balmer bedankte sich für die Ausführungen und durfte noch mitteilen, dass ein Teil der Kosten durch der Joe-Balmer-Stiftung finanziert werde.
Quintessenz aus der Umfrage
Gemeinderat Roland Bühler beleuchtete die gesamte Bevölkerungsumfrage. Dass rund 40 Prozent weniger Personen an der Umfrage teilnahmen als 2020 erklärte er damit: «Vor sechs Jahren war die Zufriedenheit im Dorf weniger hoch als heute. Ein weiterer Punkt kann auch sein, dass bei der aktuellen Umfrage ein anfänglicher QR-Code nicht funktionierte.» Die Behörden sind überzeugt, dass solche Umfragen zur allgemeinen Zufriedenheit im Dorf wichtig sind und damit die Gemeinschaft gestärkt wird. «Wir werden in regelmässigen Abständen solche Umfragen durchführen», sagte Bühler.