An der Einwohnergemeindeversammlung vom 18. November 2026 wird dem Stimmbürger eine Deponieerweiterung Babilon auf das Gemeindegebiet von Oberrüti zur Abstimmung unterbreitet. Ich als Landwirt und Bewirtschafter der angrenzenden Fläche Gibel bin unmittelbar davon betroffen. Ich ...
An der Einwohnergemeindeversammlung vom 18. November 2026 wird dem Stimmbürger eine Deponieerweiterung Babilon auf das Gemeindegebiet von Oberrüti zur Abstimmung unterbreitet. Ich als Landwirt und Bewirtschafter der angrenzenden Fläche Gibel bin unmittelbar davon betroffen. Ich lebe seit fast 60 Jahren mit diesem Ausserfeldbach. Der bestehende Ausserfeldbach ist offen und auf seiner gesamten Länge nicht eingedolt. Während dieser Zeit (Hochwasser 2005/2007/2024) hat der Bach die Wiese nie überflutet. Weshalb soll ein funktionierendes Gewässer verlegt werden? Mit dem neuen Gelände und dem neuen Bachlauf wird das Überflutungsrisiko massiv erhöht und ein ordentlicher Unterhalt ist fast nicht möglich. Auch beim Gibelbach wird das Hochwasserrisiko durch die neuen Geländeanpassungen richtiggehend herausgefordert.
Im Gebiet der Deponieerweiterung befindet sich ein Wildtierkorridor von nationaler Bedeutung. Mit den vorgesehenen baulichen Massnahmen, Bachverlegungen sowie ökologischen Veränderungen wird dies massive Auswirkungen auf die Fauna und die Vernetzung der Lebensräume mit sich bringen. Aus meiner Sicht sind die vorgesehenen Veränderungen nicht zu verantworten.
Durch die Deponieerweiterung verliert die Gemeinde Oberrüti landwirtschaftliche Fruchtfolgeflächen. Sie sind wichtig für die langfristige Sicherung unserer Lebensmittelversorgung. Können und wollen wir uns das wirklich leisten?
Eine Deponieerweiterung Babilon Nord auf das Gemeindegebiet von Oberrüti bringt viel zu viele negative Auswirkungen auf unser Dorf. Dieser Standort ist absolut ungeeignet und deshalb an der Gemeindeversammlung abzulehnen. Es ist nicht zwingend, dass in der Gemeinde Oberrüti eine Deponie kommt. In der Gemeinde Kallern im Freiamt liegt bereits ein Baugesuch auf für eine Deponie.
Bruno Müller, Gibel, Landwirt