Die Natur ist in einem erbärmlichen Zustand. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 30 Prozent aller Arten in der Schweiz sind gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht! Bei den Vögeln und bei den Insekten sind es sogar 40 Prozent, von den Reptilien und den Amphibien gar ...
Die Natur ist in einem erbärmlichen Zustand. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 30 Prozent aller Arten in der Schweiz sind gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht! Bei den Vögeln und bei den Insekten sind es sogar 40 Prozent, von den Reptilien und den Amphibien gar nicht zu sprechen. Und der Artenschwund geht ungebremst weiter. Wann hat man zuletzt das Trillern eine Feldlerche gehört oder das Zirpen einer Grille? Es herrscht nicht nur eine Mangellage sondern eine regelrechte Notlage! Und was macht die Politik? Sie schaut mehr oder weniger tatenlos zu. Ein Gegenvorschlag zur Biodiversitätsinitiative auf Gesetzesstufe wurde im Parlament begraben, im Ständerat ist man nicht einmal darauf eingetreten. Nun muss also die Stimmbevölkerung das Heft in die Hand nehmen!
Jede Art, sei es bei den Pflanzen oder bei den Tieren, erfüllt eine Aufgabe im Räderwerk der Natur. So sind beispielsweise die Insekten unerlässlich für das Bestäuben vieler Nutz- und Wildpflanzen. Andererseits sind Fledermäuse und Vögel auf das Vorhandensein von Insekten angewiesen. Verschwinden einzelne Arten kann sich das verheerend auf andere Arten auswirken und so zu einer Kettenreaktion mit unvorhersehbaren Folgen führen. Je höher die Artenvielfalt ist, umso standhafter ist die Natur auch gegenüber sogenannten Schädlingen, weil sie sich gegenseitig in Schach halten. Eine hohe Biodiversität ist nicht primär im Interesse von Natur- und Umweltschützern sondern von uns allen. Wir alle profitieren davon! Die Politik hat bisher sträflich versagt. Gehen wir daher am 22. September an die Urne und stimmen JA!
Detlef Conradin, Benzenschwil