Beinwil: Offizielle Mitteilungen 21. 03. 2025
21.03.2025 Beinwil: offizielle MitteilungenRechnungsabschluss 2024 der Einwohnergemeinde Beinwil
Bei ausgewiesenen Gesamtaufwendungen von Fr. 4’477’596 stehen Erträge von Fr. 4’506’241 gegenüber. Nach Abzug des Finanzaufwandes von Fr. 36’942 und der Zurechnung des ...
Rechnungsabschluss 2024 der Einwohnergemeinde Beinwil
Bei ausgewiesenen Gesamtaufwendungen von Fr. 4’477’596 stehen Erträge von Fr. 4’506’241 gegenüber. Nach Abzug des Finanzaufwandes von Fr. 36’942 und der Zurechnung des Finanzertrages von Fr. 511’155 verbleibt ein Ertragsüberschuss (operatives Ergebnis) von Fr. 502’858. Durch die Einlage in die Vorfinanzierung für die Strassensanierung K350 (ausserordentlicher Aufwand) von Fr. 502’858 resultiert ein Gesamtergebnis von Fr. 0.00.
Unser gutes operatives Ergebnis von Fr. 502’828 basiert auf folgenden Komponenten:
– Eine erfreuliche Steuerentwicklung der Einkommens- und Vermögenssteuern des Rechnungsjahres trotz reduziertem Steuerfuss
– Aufgrund des positiven Zinsumfeldes im Jahr 2024 konnte ein hoher Finanzertrag auf den Finanzanlagen erzielt werden
– Das aussergewöhnlich gute Finanzierungsergebnis ist insbesondere auf den Verkauf des Teilstückes der Parzelle 738 zurückzuführen
Im Detail liegen die Einkommenssteuern Rechnungsjahr um Fr. 105’790, die Vermögenssteuern Rechnungsjahr um Fr. 73’674 über Budget. Die Quellensteuern natürliche Personen sowie die Gewinnsteuern juristische Personen bewegen sich ebenso über den Budget-Annahmen 2024. Hingegen sind die Einkommens- und Vermögenssteuern der Vorjahre deutlich unter den Erwartungen geblieben.
Somit liegt der Gesamtsteuerertrag der allgemeinen Gemeindesteuern bei rund Fr. 3.5 Mio. und entspricht damit fast exakt dem budgetierten Betrag.
Bei den Sondersteuern liegen die Nach-/Strafsteuern Einkommen natürliche Personen über den Annahmen, hingegen liegen die Grundstückgewinnsteuern unter den Erwartungen. Der Finanz- und Lastenausgleich bewegt sich gemäss Budget und auf dem Niveau der Vorjahre.
Auf der Ausgabenseite mussten wir in verschiedenen Bereichen mit höheren Kosten kämpfen.
Das Dorf wächst kontinuierlich, und die vermehrten Bauanfragen haben zu höheren Kosten bei der Bauverwaltung geführt. Diese konnten durch Mehreinnahmen bei den Baubewilligungsgebühren grösstenteils kompensiert werden. Hingegen belasten die Aufarbeitung alter Baugesuche sowie Beschwerdebehandlungen die Aufwände der Bauverwaltung (und der Verwaltung) zusätzlich.
Die Überarbeitung des Baugebührenreglements, die Fachberatung Ortsbild, laufende Beschwerdeverfahren und das Windpark-Projekt haben die Honorare übermässig belastet. Die mit dem Windpark-Projekt zusammenhängenden Honorare konnten weiterverrechnet werden.
Die Ausgaben der Feuerwehr waren im Jahre 2024 hingegen unter den budgetierten Werten. Dies ist insbesondere auf weniger Sold-Tage für Ausbildungsübungen resp. Ausbildungskurse zurückzuführen.
Die Kostenanteile an den Lehrerlöhnen Primarschule und Oberstufe sind tiefer ausgefallen als budgetiert. Die Schulgelder der Oberstufe, Sonderschulen wie auch der kantonalen Schulen und Berufsschulen haben sich hingegen erhöht. Bei den Schulliegenschaften haben sich eine Umrüstung auf LED-Beleuchtung und hohe Energiekosten auf die Kosten ausgewirkt.
Die Beiträge an den Kanton für die Pflegefinanzierung haben sich durch mehr Pflegebedürftige stationär im Vergleich zu Vorjahr und Budget fast verdoppelt. Hingegen sind die Kosten der Spitex durch weniger bezogene Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Für die Asylbewerber wurden keine Beiträge geleistet. Im Gegenzug erhielten wir auch keine Entschädigungen vom Bund. Die Beiträge und Entschädigungen vom Bund für ukrainische Flüchtlinge liegen beide unter den Annahmen.
Höhere Kosten für den Winterdienst konnten grösstenteils mit geringeren Unterhaltskosten der Gemeindestrassen kompensiert werden. Bei der Wasserversorgung wurde aufgrund der Anschaffung eines kostengünstigeren Notstrom-Aggregats und weniger Leitungslecks ein positives Ergebnis erzielt. Bei der Abwasserbeseitigung konnten diverse Einsparungen aufgrund tieferer Unterhaltskosten verzeichnet werden. Beim Gewässerunterhalt fielen geringere Unterhaltskosten an und eine Rückerstattung des Kantons wirkte sich bei den Einnahmen positiv aus.
Aus dem Ertragsüberschuss von Fr. 0.00 und der daraus resultierenden Selbstfinanzierung von Fr. 1’019’173 abzüglich der Nettoinvestitionsausgaben von Fr. 315’227 entsteht ein Finanzierungsüberschuss von Fr. 703’946.

