Wie ist die aktuelle bauliche Situation zur Zeit in der Gemeinde Sins?
pd | Grundsätzlich herrscht nach wie vor eine rege Bautätigkeit. Einerseits sind es grössere Projekte, die teils sogar Anpassungen in der Zonenplanung oder Sondernutzungsplanung ...
Wie ist die aktuelle bauliche Situation zur Zeit in der Gemeinde Sins?
pd | Grundsätzlich herrscht nach wie vor eine rege Bautätigkeit. Einerseits sind es grössere Projekte, die teils sogar Anpassungen in der Zonenplanung oder Sondernutzungsplanung zur Folge haben. Andererseits gibt es viele kleinere Projekte, die teils auf vereinfachtem Weg abgewickelt werden können. Ich denke dabei zum Beispiel an Heizungs- oder Solarprojekte.
Das Thema der Verdichtung ist derzeit in aller Munde. Gibt es eine Strategie zur Lancierung der Überarbeitung des Zonenplans?
Der Gemeinderat hat diese strategische Aufgabe in der Legislaturplanung vorerst zurückgestellt. Aus Sicht der Gemeindebehörde sollen zunächst die noch freien Flächen bebaut werden, bevor eine Gesamtrevision der Zonenplanung angestossen wird. Der Kanton gibt zudem entsprechende Vorgaben für die Revisionsplanung vor, die die Gemeinde dann umsetzen muss. Ein Thema ist unter anderem die Verdichtung.
Die Abteilung Bau und Planung arbeitet dienstleistungsorientiert. Wie ist die Grundorganisation aufgebaut?
Die personellen Veränderung in dieser Abteilung, die durch Pensionierung gegeben ist, haben wir zum Anlass genommen, die fachliche Aufteilung neu zu ordnen. Dieser Prozess ist bereits im Gange und kann aus heutiger Sicht umgesetzt werden. Die fachliche Abgrenzung und Führung steht hier im Vordergrund. Der Bürgernutzen soll auch weiterhin durch die gute Dienstleistung gewährleistet bleiben.
Wie beurteilen Sie die Gesuchsdisziplin von Bauwilligen in der Gemeinde?
Wir dürfen feststellen, dass die Zusammenarbeit zwischen Bauwilligen und der Gemeinde sehr gut funktioniert. Es gibt zwar immer wieder Nachträge, die Zusatzaufwand erfordern. Dank der Dienstleistungen der Fachabteilung und der Mitarbeit der Bauwilligen erreichen wir jedoch gute Ergebnisse in annehmbarer Zeit. Mit der geplanten Einführung des E-Baugesuchs können wir die Abläufe nochmals vereinfachen.
In der Bau- und Nutzungsordnung wird der Gebührentarif überarbeitet. Wieso ist das nötig?
Die kantonalen gesetzlichen Veränderungen der letzten zwei Jahre zeigen, dass unser Gebührentarif nicht mehr angemessen ist. Wir haben den Gebührenteil fachlich begleiten lassen und den Tarif entsprechend überarbeitet. Aufgrund der Arbeitsaufwände ist mit der Überarbeitung die Kostendeckung besser angeglichen, sodass die Mehrkosten nicht bei den Steuerzahlenden, sondern bei den auftragnehmenden Bauwilligen bleiben. Im Vergleich zu den Nachbar- oder Benchmarkgemeinden sind wir aber nach wie vor moderat unterwegs.