Mit der neuen Produktion «Au das no!», der zweiten Inszenierung unter der Regie von Elise Wiss, lädt die Theatergruppe Oberrüti zu einem vergnüglichen Abend voller Missgeschicke, Notlügen und herrlicher Verwechslungen ein. Das Stück verspricht nicht nur heitere ...
Mit der neuen Produktion «Au das no!», der zweiten Inszenierung unter der Regie von Elise Wiss, lädt die Theatergruppe Oberrüti zu einem vergnüglichen Abend voller Missgeschicke, Notlügen und herrlicher Verwechslungen ein. Das Stück verspricht nicht nur heitere Unterhaltung, sondern auch das ein oder andere Augenzwinkern.
Seit Juli probt das zwölfköpfige Ensemble – sechs Frauen und sechs Männer – intensiv an der temporeichen Komödie. Nun ist es so weit: Der Vorhang hebt sich, und das Publikum nimmt Platz im liebevoll gestalteten, bewusst etwas maroden «Hotel» von Silvia und Hans Keusch, das vom Bühnenteam der Theatergruppe erneut mit viel Einsatz gebaut und technisch betreut wird.
Worum geht’s?
Peter Feller, ehemaliger Werbechef, und seine Frau erfüllen sich einen lang gehegten Traum: Sie kaufen das heruntergekommene Hotel du Lac in Aldaco bei Lugano, um dort ihren Ruhestand zu geniessen. Doch der Immobilienmakler Martin Schock entpuppt sich schnell als alles andere als vertrauenswürdig. Rücksichtslos, egoistisch und stets auf den eigenen Vorteil bedacht, belügt und betrügt er, wo er nur kann – bis sein Chef seinen Machenschaften auf die Spur kommt. Um Martin Schock zu überführen, schickt der Chef ihn inkognito ins Hotel du Lac. Was er dort vorfindet, gleicht jedoch eher einer Baustelle als einem Feriendomizil: Wasserschäden, Chaos und ein überforderter Portier treiben die Gäste in die Verzweiflung. Zimmer werden doppelt vergeben, Verwechslungen sins vorprogrammiert.
Die Lage spitzt sich zu, als Schwester Margrit aus dem Kloster Maria Hilf auftaucht. Auf der Suche nach einem Zögling trifft sie auf Martin – der seinerseits eine ganz andere Besucherin erwartet. Der Höhepunkt folgt am nächsten Morgen: Martins Ehefrau steht plötzlich im Hotelzimmer, wo sie nicht nur ihren Mann, sondern auch eine völlig unbekannte Person vorfindet. Nebenbei brennt Martins Haus ab, Schwarzgeld wechselt den Besitzer, und so mancher Charakter stellt sich als etwas ganz anderes heraus als er vorgibt zu sein. Und als wäre das nicht genug, ist die Tochter des Chefs schwanger – von ihrem Freund, der ins Kloster möchte. Oder doch von Martin? «Au das no!» ist eine rasante Verwechslungskomödie voller schräger Begegnungen, überraschender Wendungen und liebevoll überzeichneter Figuren – mit der leisen Botschaft, dass das Leben eben nicht immer auf der Überholspur verläuft.
Mehr als nur Theater
Hinter der Produktion stehen rund 61 Mitglieder der Theatergruppe sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer. Sie kümmern sich nicht nur um die Aufführung, sondern auch um Verpflegung, Einkauf, Service, Tombola und Abendkasse. Um den Komfort für das Publikum zu erhöhen, werden lediglich vier Tischreihen
gestellt – zusätzlich gibt es dafür eine Extraaufführung am Mittwoch, 21. Januar 2026.
Die Theatergruppe freut sich über alle Besucherinnen und Besucher – besonders über das treue Stammpublikum, das teils von weit her anreist. «Das ist für uns eine grosse Anerkennung», sagt Walter Baumann, der für die Theatergruppe zeichnet.
Tickets können über www.tgob.ch oder die TGO-Hotline 079 770 95 91 (Mo, Di und Do, 19–20.30 Uhr) reserviert werden.