Situation hat sich normalisiert


Sins

Im Zentrum Aettenbühl infizierten sich Ende Dezember 29 Bewohner mit dem Coronavirus. Es folgte eine schwierige Zeit. Diese ist nun vorbei, die Erleichterung ist bei allen riesig.


pc. Das Coronavirus macht auch vor Alters- und Pflegeheimen nicht halt. An Weihnachten wurde bekannt, dass zwei Bewohnende des Sinser Zentrums Aettenbühl an Covid-19 erkrankten. Nachdem alle Bewohner getestet wurden, kam das ernüchternde Resultat: 27 weitere Personen hatten das Virus. «Das war eine schlimme Zeit, denn wir wussten nicht, wie sich die Situation entwickelt», sagt Zentrumsleiterin Beatrice Emmenegger. Die Bewohner mussten auf ihren Zimmern bleiben, keine Besuche waren mehr erlaubt. Das Personal war gefordert. Es erhielt Unterstützung vom Zivilschutz. Täglich waren vier Zivilschützer im Einsatz und halfen mit. Zum Glück zeigten fast alle Erkrankten nur leichte Symptome, wie leichter Husten oder erhöhte Temperatur. Leider verstarb ein 82-Jähriger Bewohner an oder mit dem Virus. «Zwei Personen haben immer noch keinen Appetit, allen anderen geht es soweit wieder gut», so Emmenegger weiter.


Zurück in die Corona-Normalität

Die Situation im Aettenbühl hat sich wieder normalisiert. Vorletzte Woche konnten Bewohnende, die negativ getestet wurden, die Quarantäne verlassen. Am Montag, 11. Januar, konnten auch die Isolationszimmer aufgehoben werden. Seit gut einer Woche essen alle wieder gemeinsam, allerdings noch nicht im Speisesaal, sondern auf den jeweiligen Abteilungen, also pro Stockwerk. Zudem sind seit Mittwoch, 13. Januar, wieder Besuche möglich. Diese finden jeweils in der Cafeteria in einer Begegnungszone von 14.00 bis 17.00 Uhr statt. Maximal zwei Angehörige sind erlaubt, die Besuchszeit ist auf 45 Minuten beschränkt. Die Bewohner müssen in der Nähe von externen Personen eine FFP2-Maske tragen. Dies gilt auch, wenn sie das Haus verlassen, beispielsweise für einen Arzt- oder Zahnarztbesuch.