Kennen Sie den Chnöiblätz noch?


Kulinarik

Ein altes Fasnachtsgebäck wird noch immer hergestellt. So bäckt auch Bernadette Barmettler aus Aettenschwil jedes Jahr immer wieder Chnöiblätze.


pc. Chnöiblätze werden seit Jahrhunderten in vielen Teilen der Schweiz während der Fasnachtszeit gebacken. «Schon Jeremias Gotthelf erwähnte sie in seinen Büchern», sagt Bernadette Barmettler aus Aettenschwil. Die ehemalige Hauswirtschaftslehrerin setzt auch heute noch auf dieses Gebäck. Allerdings stellt sie fest, dass diese Tradition langsam etwas in Vergessenheit gerät. «In der ersten Ausgabe des Kochbuches Tipptopf, welche 1986 erschien, war das Rezept noch zu finden, danach nicht mehr.» Früher machte man Chnöiblätze auch in Bäckereien oder etwa in Spitälern. Heute werden diese Fasnachtschüechli grösstenteils industriell hergestellt. Barmettlers derzeitige Auszubildende (Agriprakti – Hauswirtschaftsjahr) war zuerst skeptisch, als sie ihr vorschlug, gemeinsam Chnöiblätze zu backen. «Jetzt ist sie aber voll begeistert», freut sich die Bäuerin. Dies mag daran liegen, dass es nur einfache Zutaten dazu braucht. «Ich verwende dafür regionale Produkte und keine Backhilfsmittel», so die Aettenschwilerin. Die Zutaten sind Mehl, Eier, Rahm und Salz. Für die Herstellung ist es ideal, wenn man Hilfe von einer oder mehreren Personen erhält. Auch mit Kindern können Chnöiblätze hergestellt werden. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass mit heissem Fett oder Öl gearbeitet wird. Man muss sich den Unfallgefahren bewusst sein. Wenn darauf geachtet wird, macht das gemeinsame Backen viel Spass und es fördert zudem die Handfertigkeit.


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