Versammlung an speziellem Ort


Dietwil

Am Dienstag hielt der Zweckverband Pastoralraum Oberes Freiamt seine dritte ordentliche Kirchenpflegeversammlung in der Pfarrkirche Dietwil ab.

ew. Der kurze Rückblick auf die letzten Monate zeigte rasch, dass es wegen dem Coronavirus, vor allem auch für die Kirche, grosse Einschnitte gab. Nebst den abgesagten Gottesdiensten gab es auch für den Vorstand ein Novum: Der Vorstand musste erstmals eine Sitzung virtuell abhalten. Das Ganze hatte sich Tatjana Hofmann sicher anders vorgestellt, als sie vor einem Jahr das Präsidium des Zweckverbands Pastoralraum Oberes Freiamt übernahm.

Nebst den grossen Einschränkungen gab es im vergangenen Verbandsjahr auch im personellen Bereich einiges zu berichten. Martina Suter feierte ihr 20-Jahr-Jubiläum. Sie begann 1999 als Katechetin in Abtwil. Andres Lienhard verliess im September den Pastoralraum und Pius Hüsler kam im Februar neu dazu. Und im September soll auch Markus Brun seine Tätigkeit mit einem 60 Prozent Pensum aufnehmen. Eine weitere Aufnahme betrifft die Gemeinde Mühlau, die am 1. August in den Pastoralraum Oberes Freiamt integriert wird.

Erfolgreiche Erfolgsrechnung

Weiter ging es mit dem Tagesgeschäft. Für die Rechnung 2019 gab es folgendes zu berichten: Die Erfolgsrechnung schloss um fast 5'000 Franken besser ab, als budgetiert und das trotz Mehraufwand und höheren Lohnkosten. Die Verbandsgemeinden haben insgesamt über eine halbe Million an Ausgleichszahlungen geleistet und der Ertragsüberschuss wird im 1. Quartal den Kirchgemeinden gutgeschrieben. Die Rechnung wurde von den Stimmberechtigten einstimmig angenommen. Eine Bilanz wird für den Pastoralraum keine geführt, da keine Vermögenswerte und auch keine weiteren Eigenmittel vorhanden sind.

In das Budget fliessen folgende Posten ein: die Löhne der Seelsorger und der Pastoralen Mitarbeiter, die Kosten für Aushilfen, die Anteile für das Pastoralraum-Sekretariat und die allgemeine Verwaltung und für Pastoralraum-Projekte. Das Gesamtbudget 2021 des Pastoralraumes beläuft sich auf 526'000 Franken.

Mehraufwand wegen Mühlau

Das sind Minderkosten gegenüber dem letztjährigen Budget von 3'400 Franken. Für den Vorstand entsteht ein Mehraufwand durch den Beitritt von Mühlau, jedoch sinken dadurch die Kosten pro Kirchgemeinde und für anstehende Projekte. Und auch für Aus- und Weiterbildungen sind weniger Kosten eingeplant.

Der Verteilschlüssel wurde angepasst und die Kosten des Budgets wurden auf die sechs Kirchgemeinden aufgeteilt. Der definierte Schlüssel aus Katholikenzahl und Finanzkraft bleibt unverändert. Das Budget wurde von den Stimmberechtigten einstimmig angenommen. Stimmberechtigt waren die fünf Delegierten der Gemeinden Abtwil, Auw, Dietwil, Oberrüti und Sins. Insgesamt kamen 21 Personen an die Versammlung, die erstmals in der Kirche stattfand, weil man dort die Abstandsregel besser einhalten konnte.

Nach den Finanzen stand eine Wahl auf dem Programm. Durch den Beitritt der Kirchgemeinde Mühlau in den Zweckverband vergrössert sich der Vorstand um ein Mitglied. Für die Übernahme des Vorstandvorsitzes der Kirchgemeinde Mühlau hat sich Claudia Burkard zur Verfügung gestellt. Sie hat sich schon bestens integriert, da sie bereits seit letztem Herbst als Gast an den Vorstandsitzungen teilnimmt. Claudia Burkard wurde von der Versammlung einstimmig als neues Mitglied des Vorstands gewählt. Dafür gab es Applaus.

Ein Geschenk anstelle des Apéros

Zum Schluss gewährte Pastoralraumpfarrer Thomas Zimmermann einen pastoralen Rück- und Ausblick. Er war sehr erleichtert, dass er in der schwierigen Zeit ein gutes Team um sich hatte. Vor allem war er sehr froh, dass Pius Hüsler genau zur richtigen Zeit in den Pastoralraum stiess. Des Weiteren wurden Taufen und Hochzeiten verschoben. Beerdigungen fanden im kleinsten Familienkreis statt. Die Erstkommunion ist für August geplant, aber auch das ist noch nicht ganz sicher.

Immerhin besteht die Hoffnung auf weitere Lockerungen, was vor allem für die Gottesdienste wichtig wäre. Wenn die Abstandsregel auf eineinhalb Meter reduziert wird, dann passen schon wieder mehr Menschen in die Kirche.

Dann war Schluss. Einen Apéro gab es nicht. Dafür überreichte die Präsidentin ein Geschenk an ihre Vorstandsmitglieder, als Dank für die gute Zusammenarbeit. Für die Beschenkten gab es Schokolade vom Ballenberg, aus der Heimat von Tatjana Hofmann.