Feinster Zander aus heimischer Haltung


Fenkrieden

Der Landwirt Thomas Villiger betreibt neben einer Schweine- und Rindermast auch eine Fischmast. Die Zander hält er in den Mauern eines früheren Schweinestalls. Um eine Fischmast zu betreiben, braucht es viel Wissen, Geduld und Leidenschaft. Denn der Zander ist ein heikler Fisch.

rah. Angefangen hat der bald 60-Jährige vor rund fünf Jahren. «Diese Fisch-Produktionsstätte ist ein Bubentraum von mir», sagt Thomas Villiger. Jedoch hätten sie früher keine Möglichkeiten gehabt, Fische zu halten. Deshalb blieb der Traum lange bestehen und konnte erst vor Kurzem in die Realität umgesetzt werden. «Vor rund fünf Jahren kam ich relativ unerwartet an die Information, dass Fische über ein geschlossenes System gehalten werden können», sagt er. Kurz darauf schaute er sich mit seinem Sohn Andreas eine Produktionsstätte im Ausland an und informierte sich bis ins Detail. «Danach entschieden wir uns, selber mit der Fischproduktion zu starten. Unsere Fischanlage haben wir daraufhin selber geplant und aufgebaut.»

Der Zander ist sehr heikel

Die Produktionsstätte bei den Villigers ist antibiotikafrei. Gearbeitet wird mit einem Biofilter, der das Wasser reinigt. Bis dieser einwandfrei funktionierte, tüftelte Villiger rund ein Jahr. Erst dann war der Filter bereit, die grosse Wassermenge zu reinigen. Villiger startete mit ein paar wenigen Fingerlingen (Anm. d. Redaktion: So werden kleine Fische genannt) um zu sehen, wie der Biofilter reagierte. «Das war enorm wichtig. Denn die Wasserqualität muss zu 100 Prozent stimmen. Sonst kann es schnell gehen und alle Fische sterben», erklärt der Fenkrieder. Bei anderen Tieren sei das anders. «Wenn es einem Schwein oder einer Kuh nicht gut geht, kann man dieses Tier behandeln. Bei den Fischen ist schnell der ganze Bestand betroffen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Wasserqualität stimmt.»

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