Aussenrenovation unter Aufsicht


Dietwil

pc. Es ist eine Weile her, seit die Dietwiler Kirche St. Barbara zum letzten Mal renoviert wurde. 1979/1980 geschah dies im Innenbereich. 1974 wurde sie das letzte Mal einer kompletten Aussenrenovation unterzogen. Witterung und Feuchtigkeit haben der Fassade in den letzten Jahren stark zugesetzt. Nach Prüfung der verschiedenen Varianten hat sich die Kirchenpflege Dietwil in Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege im letzten Jahr für eine sanfte Aussenrestaurierung entschieden. Bis Ende Oktober werden verschiedene Arbeiten ausgeführt. Der Sockelbereich wurde bereits abgespitzt und vorerst so belassen. Jetzt beginnen die Restaurationsarbeiten von oben nach unten. Zuletzt wird der Sockel erneuert, mit einer Sickerleitung rund um die Kirche. «Dies war der Hauptgrund, um die Substanz zu bewahren», so Daniel Schmid von der Dietwiler Kirchenpflege. So könne man der Feuchtigkeit am besten entgegnen, nicht zuletzt durch einen speziellen Putz, der die Feuchtigkeit gut nach aussen transportiert. Im Innenbereich des Gotteshauses sind nur kleinere Arbeiten vorgesehen und die bestehende Isolation ergänzt.

Denkmalpflege involviert

Die Dietwiler Kirche St. Barbara zählt zu den schönsten sakralen Bauten der Schweiz. Sie ist als Baudenkmal von nationaler Bedeutung und ist im schweizerischen Inventar der Kulturgüter registriert. Aus diesem Grund wird die Restaurierung durch die Denkmalpflege überwacht. «Gerade in der nächsten Woche kommt ein Denkmalpfleger vorbei und überprüft die Arbeiten. Die Verantwortung, dass die Vorgaben eingehalten werden, liegt beim Architekten», so Schmid weiter. Farben spielen dabei eine grosse Rolle. Die Kostenbeteiligung der Denkmalpflegen des Bundes und des Kantons beträgt rund 100'000 Franken. An der letzten Kirchgemeindeversammlung im November wurde für die Restaurierung einem Kredit von 750'000 Franken zugestimmt. Ausführender Architekt ist die Tripol Architekten AG in Luzern. Dieses Unternehmen leitete bereits 1974 die letzte Aussenrenovation.

Vorfreude ist gross

Zuständig seitens Kirchenpflege als Bauverantwortlicher ist Daniel Schmid. Involviert ist die gesamte Kirchenpflege Dietwil, unter dem Präsidenten Cornel Wolfisberg. Für ihn ist die Renovation schon speziell. «Ich habe noch nicht so manche Kirchenrestauration erlebt», schmunzelt Wolfisberg. Beide freuen sich darauf, dass die Kirche schon bald im neuen Licht erstrahlt.

Urnenhain zum Schluss

Nach den Renovationsarbeiten wird als nächster Schritt – voraussichtlich wird im Herbst – von der Gemeinde ein Urnenhain gebaut. Dies im Rahmen einer Neugestaltung des Friedhofs. Die Hecke, welche heute noch im hinteren Bereich des Friedhofs die Aussicht auf die Kantone Zug, Luzern, in die Reussebene und bis weit hinein in die Berge der Innerschweiz etwas versperrt, wird voraussichtlich entfernt.