Gottesdienste starten wieder


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Im Pastoralraum Oberes Freiamt sind Gottesdienste wieder erlaubt. Allerdings unter erschwerten Bedingungen.

ew. Es geht wieder los: Seit gestern, gibt es auch im Pastoralraum Oberes Freiamt wieder Gottesdienste. Am Pfingstwochenende stehen drei Gottesdienste in Dietwil, Sins und Auw mit Pastoralraumpfarrer Thomas Zimmermann auf dem Programm. Aber ganz so einfach wird es nicht, weiss auch Pius Hüsler, der administrative und organisatorische Leiter des Pastoralraums Oberes Freiamt. «Wir können noch nicht abschätzen, wie viele Besucherinnen und Besucher in die Kirche kommen», sagt Hüsler.

Das wäre im Normalfall kein Problem, da die Kirche in Sins 400 Sitzplätze besitzt. Da jedoch strenge Schutzmassnahmen gelten, reduziert sich das Platzangebot im schlechtesten Fall um fast 90 Prozent. «Aufgrund der Abstandsregel von zwei Metern hätten maximal 48 Einzelpersonen Platz», rechnet Hüsler, «bei Familien erhöht sich die Anzahl ein wenig, weil dann mehr als zwei Leute auf einer Kirchenbank sitzen dürfen.» In Auw, Dietwil und Oberrüti sind die Platzverhältnisse noch begrenzter. Und in Abtwil, wo nur 12 Personen Platz finden würden, verzichtet man vorerst auf Gottesdienste.

Der besondere Ablauf

Um die wenigen Plätze zu koordinieren, gibt es für die Gottesdienste vom Wochenende ein Platzreservationssystem. Für jede Gemeinde gibt es eine eigene Telefonnummer, um sich für die entsprechende Feier anzumelden. Wenn die maximale Platzanzahl ausgeschöpft ist, müssen die Interessenten abgewiesen werden. Für diesen Fall schauen die Verantwortlichen nach Lösungen. «Eventuell könnten wir am Pfingstsonntag vor dem Gottesdienst noch einen zusätzlichen durchführen, je nach Anzahl der Anmeldungen», sagt Hüsler.

Doch auch der Gottesdienst wird anders aussehen, als sonst. Weihwasser gibt es nicht. Beim Eingang steht eine Person, die kontrolliert, dass die Leute ihre Hände desinfizieren, bevor sie in die Kirche gehen. Für den Gesang gibt es keine Kirchenbücher. Gesungen wird ohnehin nur ganz wenig und dann entweder auswendig oder es wird ein Textblatt abgegeben, das nur einmalig gebraucht wird.

Die Kommunion wird ebenfalls sehr speziell. Der Priester muss sich währenddessen die Hände desinfizieren und der ganze Akt ist völlig wortlos. Und die Kommunion wird mit dem grösstmöglichen Abstand ausgeteilt – mit ausgestreckten Armen.