Welche Geschäfte betroffen sind


Gewerbe

Der Bundesrat beschloss die ausserordentliche Lage. Was bedeutet das für Betriebe im Oberfreiamt? Der Kanton ist daran, offene Fragen und Punkte im Zusammenhang mit Schliessung und Offenhaltung von Verkaufsgeschäften, Gewerbebetrieben und so weiter zu klären.

pc. Wegen dem Coronavirus sind seit Dienstag alle Läden zu, die zur Deckung des alltäglichen Lebensbedarfs nicht zwingend notwendig sind. Restaurants, Fitnessstudios, Kinos und Coiffeursalons mussten schliessen, vorerst bis am 19. April. Ausgenommen sind Anbieter von Lebensmitteln und medizinische Einrichtungen. Es gibt weitere Ausnahmen wie etwa für Bank- oder Postfilialen und Autogaragen. Viele Restaurants haben aus der Not eine Tugend gemacht und bieten einen Lieferservice an, wie etwa das Restaurant Mexicano in Sins. Banken und Versicherungen haben ihre Filialen grösstenteils geschlossen, sind jedoch telefonisch oder per E-Mail erreichbar.

Verschiedenste Sparten

Weiter geschlossen sind Handwerk- und Baumärkte für Privatpersonen sowie sonstige Märkte. Die Landi Sins ist geöffnet, allerdings mit beschränktem Sortiment. “Wir bieten nur noch Lebensmittel, Getränke mit und ohne Alkohol, Tierfutter und Tierbedarfsartikel, Tabakwaren, Hygieneartikel und Papeterieartikel an“, sagt Geschäftsführer Armin Unternährer. Weiter fallen alle Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe (z.B. Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzerthäuser, Casinos, Sportzentren, Fitnesszentren, Schwimmbäder, Wellnesszentren und Skigebiete sowie Tierparks und botanische und zoologische Gärten) unter die Schliessungsbestimmungen. Auch verboten sind Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen, bei welchen ein enger Körperkontakt unausweichlich ist (z.B. Coiffeure, Massagen, Tattoo-Studios, Kosmetik oder Solarien).

„Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Waren des täglichen Gebrauchs ist gemäss Bund sichergestellt, es seien genügend Vorräte angelegt“, schreibt der Kanton Aargau in einer Mitteilung. Lebensmittelläden, Take-Aways, Betriebskantinen, Lieferdienste für Mahlzeiten und Apotheken bleiben geöffnet, ebenso Tankstellen, Bahnhöfe, Poststellen, Hotels, die öffentliche Verwaltung und soziale Einrichtungen. Auch Werkstätten für Fahrzeuge und Velos können geöffnet bleiben. Hofläden auf Bauernbetrieben dürfen weiterhin betrieben werden. Sie müssen allerdings die Weisungen des Bundesamtes für Gesundheit einhalten. Alle diese Einrichtungen müssen die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zum Abstand halten und zur Hygiene einhalten.

Hiesige Beispiele

Wie sieht das im Oberfreiamt konkret aus? Hier ein paar Beispiele: Die Apotheke Sins hat geöffnet mit einem Tropfensystem, nicht mehr als drei Kunden dürfen sich in der Apotheke befinden. Beim Eingang müssen sich Patienten die Hände desinfizieren. „Leute mit Symptome sollen sich telefonisch melden“, sagt Inhaber Patrick Frey. In der Gärtnerei Waldispühl gibt es eine Selbstbedienung. Diese gibt es auch für Zanderfilets aus Fenkrieden. Hauslieferdienst wird unter anderem von der Metzgerei Klausner Stocker in Oberrüti oder der Metzgerei Huwyler in Beinwil angeboten. Myoptix.ch in Sins hat geöffnet.

Empfehlung des Bundesrates

«Bleiben Sie zu Hause, insbesondere wenn Sie alt oder krank sind. Es sei denn, Sie müssen zur Arbeit gehen und können nicht von zu Hause aus arbeiten; es sei denn, Sie müssen zum Arzt oder zur Apotheke gehen; es sei denn, Sie müssen Lebensmittel einkaufen oder jemandem helfen. Der Bundesrat und die Schweiz zählen auf Sie!»