Vision wird zur gebauten Realität


Oberrüti

Am letzten Freitagmorgen gestalteten die Kindergärtler und Schüler gemeinsam mit dem Gemeinderat den Spatenstich zur neuen Doppelturnhalle. Dieser Startschuss war ein besonderer Moment für alle.

ci. Punkt 10.00 Uhr marschierten die Schülerinnen und Schüler aller Stufen zusammen mit ihren Lehrern hinter das Schulgebäude. Sie geleiteten die Bauherrschaft, den Architekten und die Baumeisterfirma zum Bauplatz der neuen Doppelturnhalle. Die Kinder zeigten ihre Begeisterung für das Projekt mit lauten Rufen «Oberrüti» und schwangen kleine Gemeindefähnli. «Noch ist es unvorstellbar, dass an dieser Stelle die neue Doppelturnhalle stehen wird», so Gemeindeammann Franziska Baggenstos. Sie begrüsste in ihrer Ansprache die Gemeindevertreter, den Architekten Mario Soppelsa und Josef Villiger von der Baumeisterfirma Villiger Bau AG. «Der Spatenstich ist ein besonderer Moment. Nicht nur als Startschuss, sondern auch um auf die gesamte Planung zurückzublicken.» Einen besonderen Dank sprach Baggenstos den Eigentümern eines angrenzenden Grundstückes aus. Auf diesem Grundstück darf der Baustelleninstallationsplatz eingerichtet werden.

Rückblick... Vor zehn Jahren wurde über dieses Projekt erstmals gesprochen. Es folgten lange Debatten, hitzige Gemeindeversammlungen, Erfolge und auch Rückschläge. «Was lange währt wird endlich gut», rekapitulierte Baggenstos mit einem Lächeln. Konkrete und wegweisende Formen nahm das Projekt an, als am 12. Mai 2017 der Souverän den Planungskredit genehmigte. Nach umfangreichen Vorarbeiten wurde das Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Gewonnen haben Soppelsa Architekten aus Zürich zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Sima Breer aus Winterthur mit dem Projekt «Wöschbrättli». Aufgrund des enormen Kostenaufwandes wurde beschlossen, die Schulraumerweiterung in drei Etappen durchzuführen. Das erste Teilprojekt beinhaltet nebst dem Bau der Halle den Ersatz der bestehenden Öl-Feuerungsanlage durch eine ökologische Pellet-Feuerungsanlage. Die Öltankanlage im Untergeschoss des Schulhauses wird rückgebaut. Das Lager für die Waldholzpellets wird in einem erdverlegten Pellettank realisiert. Die bestehenden Schulgebäude und die neue Doppelsporthalle werden damit beheizt. Weiter wird auf dem Dach der Halle eine integrierte Photovoltaik Anlage von rund 320 Quadratmetern und einer Gesamtleistung von rund 55 kWp installiert.

...und Ausblick Die Baubewilligung konnte mit Datum 15. Oktober 2019 erteilt werden und hat Rechtskraft erlangt. Für die erste Etappe fiel am letzten Freitag der Startschuss. «Am Montag, 9. März 2020 beginnen die Aushubarbeiten. Der Massivbau in Beton wird im Herbst 2020 und der Holzbau Ende Dezember 2020 erstellt sein. Wenn alles Planmässig verläuft, wird der Innenausbau im Sommer 2021 fertiggestellt sein. Ab dem Schuljahr 2021/22 steht die Doppelsporthalle der Bevölkerung zur Verfügung», informierte Mario Soppelsa. Auch für die Architekten sei der Spatenstich ein ganz besonderer Moment. «Wir sind stolz darauf, dieses Generationenprojekt bauen zu dürfen. All die vielen Stunden der Planung werden nun sichtbar. Aus der Vision wird gebaute Realität.»